Brand bei Feuerwehr

Ein Feuerwehrmann bei Brand in Spandauer Feuerwache verletzt

Das Feuer wurde schnell gelöscht, es entstanden aber Brandschäden. Zudem erschwerte ein Stromausfall die Arbeit der Notruf-Leitstelle.

Berlin. Am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr hat es nach Informationen der Berliner Morgenpost in einem neuen Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (LHF) der Berliner Feuerwehr gebrannt. Das Fahrzeug stand zu diesem Zeitpunkt in der Wache Spandau Nord an der Triftstraße. Das Feuer sei nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr in der Fahrerkabine des Fahrzeugs ausgebrochen. Die Ursache ist noch völlig unklar.

Das Feuer wurde schnell gelöscht, es entstanden aber Brandschäden an einem neben dem Löschfahrzeug geparkten Drehleiterfahrzeug. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Er wurde in eine Klinik gebracht.

Beim Herausfahren aus der Halle soll es noch zu einem Unfall gekommen sein. Das wurde bislang aber noch nicht offiziell bestätigt.

"Klären, wie es in einem fast neuen Fahrzeug zu einem Brand kommt"

"Wir wünschen unserem verletzten Kollegen alles Gute und hoffen auf eine schnelle Genesung", sagte Norbert Cioma, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die auch für die Feuerwehr zuständig ist. "Wenn man die Bilder sieht, muss man froh sein, dass die Anwesenden so schnell und professionell gehandelt haben und dadurch Schlimmeres verhindern konnten. Mit Blick auf die Sicherheit unserer Kollegen sollte schnellstmöglich geklärt werden, wie es in einem fast neuen Fahrzeug zu einem Brand kommen kann."

Vier dieser Wagen im Fuhrpark der Berliner Feuerwehr

Bei dem betroffenen Löschfahrzeug handelt es sich laut Feuerwehr um eines der modernsten im Fuhrpark. Die Berliner Feuerwehr hatte erst im vergangenen Jahr vier dieser Wagen angeschafft. Die Kosten können bei einem vollausgestatten Fahrzeug diesen Typs bis zu einer halben Million Euro betragen.

Die Brandursache ist noch unklar. Ein Vorsatz kann laut Feuerwehr aber ausgeschlossen werden. Man gehe von einem technischen Defekt aus. Aus diesem Grund werde eine sofortige hausinterne technische Ermittlung eingeleitet. Untersucht werden sollen die weiteren Fahrzeuge des betroffenen Typs, die im vergangenen Jahr neu angeschafft wurden.

Stromausfall erschwerte Arbeit der Feuerwehr-Leitstelle

Neben dem Brand am späten Nachmittag in der Fahrzeughalle der Wache Spandau Nord erschwerte zusätzlich ein Stromausfall am Dienstagmittag gegen 12.30 Uhr die Arbeit der Feuerwehr. Bei Bauarbeiten auf dem Gelände Nikolaus-Groß-Weg in Charlottenburg Nord beschädigte ein Bagger ein Starkstromkabel. Das geht aus einem internen Bericht der Feuerwehr hervor, der dieser Zeitung vorliegt. Auf dem Grundstück befindet sich die Direktion West der Berliner Feuerwehr, dazu gehört auch die Leitstelle, in der alle Alarmanrufe eingehen und die Einsätze koordiniert werden.

Durch das beschädigte Starkstromkabel kam es zu einem Teilstromausfall. Betroffen waren das Hochhaus (Direktion West), die Feuerwache Charlottenburg Nord sowie der technische Dienst.

Die Leitstelle sei nicht vom Stromausfall betroffen gewesen, heißt es in dem Bericht. Die Leitstelle sei jedoch "in ihrer Kommunikationsfähigkeit durch Ausfall von mehreren Anschlüssen im Bereich der telefonischen Erreichbarkeit betroffen" gewesen, heißt es in dem Bericht.

Der Notruf sei durch den Stromausfall aber nicht beeinträchtigt gewesen. Die Havarie konnte um 15.40 Uhr beseitigt werden.

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