Durchsuchungen

Razzia an 15 Orten in Berlin: Waffen und Autos beschlagnahmt

Laut Polizei wurden unter anderem 111 Schuss scharfe Munition, Schutzwesten, Drogen, Geld, Autos und amtliche Stempel sichergestellt.

Polizisten bei einer Razzia in Berlin (Archivbild)

Polizisten bei einer Razzia in Berlin (Archivbild)

Die Berliner Polizei hat am vergangenen Freitag an 15 Orten Razzien durchgeführt, unter anderem in Wohnungen, Garagen und Lagerboxen in Neukölln und Spandau. Hintergrund ist einer Mitteilung der Polizei zufolge der Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Den Durchsuchungen waren intensive Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin und des zuständigen Fachkommissariats des Landeskriminalamtes vorausgegangen, heißt es von der Polizei.

Zuvor seien bei einer Zwangsräumung zweier abgeschlossener Stellplätze in einem Parkhaus im September 2017 in Kreuzberg Kriegs- und weitere Schusswaffen entdeckt worden, so die Polizei in einer Mitteilung.

„Untersuchungen ergaben, dass einige der aufgefundenen Waffen zu Dekorationsstücken umgearbeitet und nunmehr zum Teil wieder schussfähig gemacht wurden“, heißt es.

Es werde nun nach einem 35 Jahre alten Tatverdächtigen gefahndet, bei einem 31-jährigen Tatverdächtigen habe sich der dringende Tatverdacht hingegen nicht konkretisieren lassen.

Vier hochwertige Mercedes-Autos wurden beschlagnahmt

Laut Polizei wurden diverse Beweismittel gefunden, darunter 111 Schuss scharfe Munition, Schutzwesten, Waffen- und Magazinholster, Blanko-Zulassungsbescheinigungen, amtliche Stempel, fünf hochwertige Armbanduhren, diverse Handys und andere Datenträger, geringe Mengen Betäubungsmittel, ein fünfstelliger Bargeld-Betrag in verschiedenen Währungen sowie diverse Einbruchswerkzeuge.

Die Polizei stellte außerdem vier hochwertige Mercedes-Fahrezeuge als Beweismittel sicher. Die Ermittlungen sowie Auswertungen der umfangreichen Beweismittel dauern an.

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