Bandenmäßiger Diebstahl

Intensivtäter klauen Jacken für Zehntausende Euro: Festnahme

Die Polizei verdächtigt drei Junge Männer, Jacken für mehrere zehntausend Euro gestohlen zu haben. 19 Wohnungen wurden durchsucht.

Die Polizei hat drei junge Männer wegen des Verdachts des bandenmäßigen Diebstahls festgenommen (Archiv)

Die Polizei hat drei junge Männer wegen des Verdachts des bandenmäßigen Diebstahls festgenommen (Archiv)

Foto: Deutzmann / imago/Deutzmann

Berlin. Die Berliner Polizei hat im Zusammenhang mit einem schweren bandenmäßigen Diebstahl und Hehlerei drei Tatverdächtige festgenommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Am Dienstag wurden in diesem Zusammenhang insgesamt 10 Wohnungen in Friedrichsfelde, Staaken, Charlottenburg-Nord, Buckow, Wedding, Wittenau und in Mühlenbecker Land in Brandenburg durchsucht.

Die jungen drei Männer sollen am 8. Oktober 2017 gegen 21:30 Uhr in ein Modegeschäft in der Fasanenstraße in Wilmersdorf eingebrochen sein und dort rund 60 sehr teure Jacken gestohlen haben. Der Wert der Beute summiert sich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag, teilte die Polizei mit.

Die Ermittlungen führten die Polizei zu drei tatverdächtigen: Einem damals 17 Jahre alten Intensivtäter, einem ein Jahr älteren Intensivtäter, die Angehörige arabischer Großfamilien mit ungeklärten Staatsangehörigkeiten sind. Und zu einem damals 20 Jahre alten Deutschen, der bereits wegen Einbruchs, Raubs und Körperverletzung verurteilt wurde.

Fluchtfahrzeug wurde beschlagnahmt - und danach wieder gestohlen

Zunächst nahmen Beamte den 20-Jährigen am 12. Oktober 2017 fest, als er versuchte, in ein Mobilfunkgeschäft in der Breite Straße in Spandau einzubrechen. Ein Mittäter konnte damals fliehen.

Vor dem Geschäft stand das Fluchtfahrzeug, ein Audi A6, mit laufendem Motor. Der Wagen wurde beschlagnahmt von der Polizei beschlagnahmt. Doch nur einen Tag später wurde der beschlagnahmte Audi in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober 2017 vom Sicherstellungsgelände in der Cecilienstraße gestohlen. Ende November fanden Polizisten den Wagen an einer Bundesstraße in Niedersachsen und beschlagnahmten ihn erneut.

Der 18-Jährige fiel Beamten am 9. Januar 2018 als mutmaßlicher Verkehrsrowdy in der Fasanenstraße auf. Dort soll er Polizisten zunächst beleidigt haben. Anschließend soll er gezielt auf die in der Absperrung stehenden Polizisten zugefahren sein. Bei der anschließenden Festnahme leistete er zudem Widerstand. Polizisten nahmen ihn am Dienstag, den 20. Februar 2018 in seiner Wohnung in der Erich-Kurz-Straße in Friedrichsfelde fest, da gegen ihn ein Haftbefehl besteht.

Damals 17-Jähriger bereits wegen anderen Diebstahls in Haft

Mit ihm im Auto saß an diesem Tag unter anderem der damals 17-Jährige, der mit ihm gemeinsam in das Modegeschäft eingebrochen sein soll. Es wäre nicht die einzige Straftat des Jugendlichen. Der nunmehr Volljährige musste mittlerweile eine Haftstrafe wegen eines weiteren Diebstahls antreten.

Neben den Wohn- und Aufenthaltsanschriften der drei Verdächtigen durchsuchte die Polizei auch die Wohnungen von vier jungen Frauen wegen des Verdachts der Hehlerei. Beamte stellten dabei an allen Anschriften Beweismaterial sicher, darunter auch am 8. Oktober 2017 gestohlene Jacken. Insgesamt waren an den Durchsuchungen 110 Polizisten beteiligt.

Kriminalstatistik 2016: Berlin ist etwas sicherer geworden

568.860 Straftaten erfasste die Polizei 2016 in Berlin - 0,1% weniger als 2015. Diebstähle nahmen am stärksten zu. Taschendiebstahl-Hotspots waren unter anderem: Alexanderplatz, Hardenbergplatz und U-Kottbusser Tor.
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