Berlin. Gegen 6 Uhr haben Unbekannte laut Polizei zunächst einen sogenannten Nebeltopf gezündet. Dann flogen die Farbbeutel.

Auf die Türkische Botschaft in Berlin wurden am frühen Dienstagmorgen Farbbeutel geworfen. Gegen 6 Uhr haben Unbekannte laut Polizei zunächst einen sogenannten Nebeltopf gezündet. Anschließend warfen sie Farbbeutel auf das Botschaftsgebäude. Die verwendeten Farben Rot, Grün und Gelb könnten dabei auf die kurdische Fahne schließen lassen.

Zeugen sahen laut Polizei vier vermummte Personen am Tatort an der Tiergartenstraße. Ein Taxifahrer habe dann in einem Gebüsch der Tiergartenstraße ein bengalisches Feuer brennen sehen. Auf einem zu der Straße führenden Gehweg sei schließlich Stacheldraht ausgelegt worden.

Zwischenzeitlich wurde der Zugang zur Botschaft über die Stauffenberg- und Hiroshimastraße sowie an der Ecke Tiergartenstraße/Hofjägerallee dem Polizeisprecher zufolge gesperrt. Spezialisten des Landeskriminalamtes sicherten Spuren. Gegen 10 Uhr waren die Ermittlungen vor Ort beendet. Dem Polizeisprecher zufolge wurden Beweismittel sichergestellt.

Die Polizei berichtete auch, ein Taxifahrer habe in einem Gebüsch der Tiergartenstraße ein bengalisches Feuer brennen sehen. Auf einem zu der Straße führenden Gehweg sei schließlich Stacheldraht gefunden und sichergestellt worden. Danach werde der polizeiliche Staatsschutz die Attacken weiterverfolgen.

Aufgrund des Einsatzes fuhr der Bus 200 die Haltestellen Tiergartenstraße und "Nordische Botschaften" (Richtung Michelangelostraße) am Morgen nicht an.

Die Polizei ruft Zeugen auf, sich zu melden. Wer sachdienliche Angaben machen kann, soll sich mit dem Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt unter 4664-952101 in Verbindung setzen.

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