Verdächtige Tasche

Berliner Polizei: Bombenalarm am Ostbahnhof wurde provoziert

Am Berliner Ostbahnhof hat eine verdächtige Tasche einen Polizeieinsatz ausgelöst. Das war offenbar beabsichtigt.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr am Mittwoch im Ostbahnhof

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr am Mittwoch im Ostbahnhof

Foto: Reuters

Berlin. Die Sperrung und Räumung des Berliner Ostbahnhofs am Mittwoch ist offenbar von einem unbekannten Täter bewusst provoziert worden. Der Bahnhof war wegen einer verdächtigen Tasche für rund zwei Stunden abgesperrt worden. Das Gepäckstück stellte sich später als ungefährlich heraus. Allerdings ging die Polizei davon aus, dass jemand die Tasche mit einem verdächtigen Inhalt extra dort abstellte, um einen Polizeieinsatz auszulösen.

„Ein polizeiliches Einschreiten wurde nach derzeitigem Ermittlungsstand zielgerichtet provoziert“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Es werde ermittelt und nach Verdächtigen gesucht, bislang habe es aber keine Festnahmen gegeben. Zum Inhalt der Tasche äußert sich die Behörde mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nur spärlich.

Die „Substanzen“ in der Tasche seien ungefährlich gewesen, es handele sich aber nicht um „normale Reiseutensilien“. Der Inhalt sollte laut Polizei nach dem ersten Stand der Ermittlungen den Anschein der Gefährlichkeit erwecken. Die Berliner Polizei ermittelt jetzt wegen Störung des öffentlichen Friedens und der Androhung von Straftaten.

Nachdem die Tasche am Mittwochvormittag am Gleis 1 entdeckt worden war, wurden der Regional- und Fernverkehr für zwei Stunden unterbrochen. Auch die S-Bahnen hielten später nicht mehr. Reisende mussten vor dem Bahnhof warten, Anzeigetafeln informierten über den Ausfall aller Züge. Bombenentschärfer der Kriminalpolizei untersuchten die Tasche, Feuerwehr und Polizei waren mit vielen Leuten vor Ort. Erst um 13.40 Uhr kam die Entwarnung der Bundespolizei.