Duisburg

Café-Besitzerin getötet: Haftbefehl gegen Berliner Häftling

Der Fall in Duisburg hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Nun wurde ein 29-Jähriger festgenommen, der in Berlin in U-Haft sitzt.

Der 29-Jährige sitzt seit dem 23. Januar wegen eines Raubüberfalls in Untersuchungshaft

Der 29-Jährige sitzt seit dem 23. Januar wegen eines Raubüberfalls in Untersuchungshaft

Foto: Friso Gentsch / dpa

Berlin/Duisburg. Nach einem Tötungsdelikt in einem Duisburger Café ist Haftbefehl gegen einen in Berlin inhaftierten 29 Jahre alten Tatverdächtigen erlassen worden. Der 29-Jährige sitzt seit dem 23. Januar wegen eines Raubüberfalls und eines räuberischen Diebstahls in einer Berliner JVA in Untersuchungshaft. Ein DNA-Abgleich brachte die Ermittler auf seine Spur, wie die Duisburger Polizei am Dienstag mitteilte.

Der 29-Jährige soll für den Tod einer 46 Jahre alten Café-Besitzerin im Mai 2017 in Duisburg verantwortlich sein. Sie war erschossen worden. Eine Mordkommission hatte die Ermittlungen aufgenommen, Spuren gesichert, Videos ausgewertet, viele Zeugen und Angehörige befragt, zunächst aber keine Ermittlungserfolge verzeichnen können.

Nach Ermittlungen stellte sich heraus, dass DNA-Spuren vom Duisburger Tatort mit DNA- und Fingerabdruckspuren eines Raubüberfalls im November in Friedrichshain übereinstimmen.

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Das Tatmotiv ist bislang unklar. Der 29-Jährige habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, heißt es in der Mitteilung der Duisburger Polizei. Die Ermittlungen dauern an.

In Berlin war der Mann am 23. Januar festgenommen worden. Er hatte in einem Geschäft an der Hermann-Blankenstein-Straße in Prenzlauer Berg einen Ladendetektiv mit einem Messer angegriffen. Kunden und Mitarbeiter des Ladens hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Im November soll der 29-Jährige außerdem einer 64-Jährige vor ihrer Wohnung an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain mit einer Metallstange gegen den Kopf geschlagen haben. Anschließend hatte er den Autoschlüssel der Frau geraubt und versucht, ihr vor dem Haus geparktes Auto zu starten. Als dies misslang, war er zu Fuß geflüchtet. Die Berliner Polizei hatte erfolglos mit einem Phantombild nach dem Täter gesucht.

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