Neukölln

Fußgänger stirbt nach Unfall am Britzer Damm

An der Autobahnauffahrt zur A100 am Britzer Damm hat ein SUV einen Fußgänger angefahren und tödlich verletzt.

Foto: Thomas Peise

Berlin. Erneut ist in Berlin ein Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Damit steigt die Zahl der Verkehrstoten in der Hauptstadt in diesem Jahr bereits auf fünf.

Der Unfall ereignete sich am Sonnabendabend an der Auffahrt Britzer Damm zur Autobahn 100 in Neukölln. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der 55-jährige Fußgänger bei Rot die Fahrbahn überqueren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Eine 38 Jahre alte Autofahrerin konnte an der Stelle, an der der Britzer Damm in die Hermannstraße übergeht, nicht mehr rechtzeitig bremsen. Sie erfasste den Fußgänger mit ihrem Geländewagen. Rettungskräfte brachten den Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Dort starb er wenig später.

Nach Angaben der Polizei sind in diesem Jahr im Berliner Straßenverkehr bislang fünf Menschen ums Leben gekommen. Der 55-Jährige in Neukölln ist bereits der dritte tote Fußgänger. Im vergangenen Jahr kamen in der Hauptstadt 35 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Unter den Opfern waren 13 Fußgänger und neun Radfahrer.

Verletzte Polizisten bei Verfolgungsjagd

Nur wenige Stunden nach dem tödlichen Unfall in Britz ist es in Neukölln zu einem weiteren schweren Unfall gekommen, bei dem zwei Polizisten verletzt wurden. Die Beamten wollten gegen 3 Uhr an der Sonnenallee einen Mercedes kontrollieren. Der Fahrer flüchtete allerdings mit hoher Geschwindigkeit. Bei der Verfolgung mit Blaulicht und Martinshorn fuhr der Einsatzwagen an der Kreuzung Sonnenallee Ecke Innstraße auf einen Mini auf und stoppte auf dem Grünstreifen vor einem Baum. Die beiden Beamten erlitten leichte Verletzungen. Der Fahrer des Mini blieb unverletzt. Der Mercedes-Fahrer konnte entkommen.

Zuvor hatten Zivilpolizisten, ebenfalls in Neukölln, bereits auf der Autobahn 113 in Höhe des Tunnels Rudower Höhe einen BMW-Fahrer aus dem Verkehr gezogen, der mit 151 Stundenkilometern unterwegs war. Das war doppelt so schnell wie die zulässige Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich. Der Fahrer musste 500 Euro zahlen.

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