Tödlicher Unfall

Radfahrerin stirbt bei Unfall mit Lkw in Schöneberg

Der Unfall ereignete sich auf der Kolonnenstraße. Die 53-Jährige ist das erste Todesopfer im Berliner Straßenverkehr in diesem Jahr.

Polizeibeamte sichern nach dem tödlichen Unfall am Kaiser-Wilhelm-Platz Spuren

Polizeibeamte sichern nach dem tödlichen Unfall am Kaiser-Wilhelm-Platz Spuren

Foto: dpa

Berlin. Eine 53 Jahre alte Radfahrerin ist am Dienstagmorgen bei einem Unfall mit einem Lastwagen in Schöneberg tödlich verunglückt, wie die Polizei mitteilte. Die Frau wurde gegen 6.35 Uhr von dem Laster, der nach rechts abbog, angefahren. Der Lkw-Fahrer kam von der Kolonnenstraße und wollte am Kaiser-Wilhelm-Platz in die Hauptstraße fahren, wie ein Polizeisprecher sagte.

Dabei übersah er offenbar die 53-Jährige, die mit ihrem Rad gerade aus auf dem Fahrradstreifen unterwegs war. Die Frau erlitt bei dem Unfall so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Sie ist das Todesopfer im Berliner Straßenverkehr in diesem Jahr. Der 47 Jahre alte Lastwagenfahrer stand so unter Schock, dass er in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Im morgendlichen Berufsverkehr war das Gebiet um die Kreuzung wegen der Beweisaufnahme durch die Polizei gesperrt. Betroffen war auch der Busverkehr. Gegen Mittag wurden die Sperrungen aufgehoben. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizei übernahm die weiteren Ermittlungen.

Nur wenige Stunden später ein weiterer Radunfall

Nur wenige Stunden später ereignete sich am Nachmittag ein weiterer Unfall zwischen einem Auto- und einem Fahrradfahrer. An der Schlichtallee Ecke Lückstraße in Lichtenberg wurde ein Radfahrer von einem Mercedes der A-Klasse angefahren und verletzt. Über die Art und schwere der Verletzungen und die näheren Umstände des Unfalls ist bisher noch nichts bekannt.

Erst am vergangenen Freitag war eine 22 Jahre alte Radfahrerin bei einem Lastwagen-Unfall in Wilmersdorf lebensgefährlich verletzt worden. Abbiege-Unfälle mit Toten und Verletzten sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für Empörung - besonders unter Fahrradfahrer-Verbänden.

Am Montag hatte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg die Unfallzahlen für den November 2017 veröffentlicht. Demnach ereigneten sich allein im November 13.195 Unfälle in Berlin, dabei wurden 210 Personen schwer verletzt. Das ist ein Anstieg um 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

In den Monaten Januar bis November 2017 wurden 131.104 Straßenverkehrsunfälle registriert, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei wurden 16.012 Personen verletzt (-0,9 Prozent) und 32 getötet (19 Personen weniger als von Januar bis November 2016).

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