Pankow

Diebe stehlen Nummernschilder von Notarztauto im Einsatz

Das Fahrzeug stand mit Blaulicht vor einer Einsatzstelle in Pankow, als Diebe die Kennzeichen abschraubten. Nicht der erste Fall.

Wie Berliner Rettungskräfte im Einsatz behindert werden

Die Übergriffe auf Berliner Rettungskräfte nehmen zu. Viele Pöbeleien werden aber gar nicht erst aufgenommen.

Wie Berliner Rettungskräfte im Einsatz behindert werden

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Berlin. In Berlin ist es nach Informationen der Berliner Morgenpost erneut zu einem Zwischenfall bei einem Rettungseinsatz gekommen. In der Nacht von Sonntag zu Montag sind einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) an der Blankenburger Straße in Pankow die Nummernschilder vorn und hinten gestohlen worden. Die Sonderkennzeichen beginnen wie normale Kennzeichen mit dem Stadtkürzel und gehen dann mit Ziffern weiter. Der Vorfall ereignete sich 3 Uhr nachts. Das Fahrzeug stand mit Warnblinkanlage und Blaulicht vor der Einsatzstelle. Noch in der Nacht wurde die Polizei hinzugezogen.

Seit Tagen gibt es in Berlin eine Diskussion um gestiegene Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften. Im vergangenen Jahr hat es nach Informationen der Berliner Morgenpost erneut mehr Übergriffe auf Rettungskräfte und Polizisten gegeben. Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik für 2017, die gerade erst erarbeitet wird, weist einen Anstieg zwischen fünf und zehn Prozent aus. Im Jahr 2016 waren insgesamt 6354 Fälle von Gewalt gegen Polizisten registriert worden und 218 Übergriffe auf Rettungsdienst-Mitarbeiter angezeigt worden. Damit steigen 2017 die Zahlen für Übergriffe auf Rettungskräfte das zweite Jahr in Folge.

Die Feuerwehr ist regelmäßig das Ziel von Dieben. Für Schlagzeilen sorgte etwa ein Einbruch bei der Freiwilligen Feuerwehr Rudow im Oktober 2016. Damals hatten Unbekannte zwei Fahrzeuge ausgeräumt und wertvolle Technik gestohlen. Die Feuerwehr war danach vorübergehend nicht mehr einsatzfähig. Zu einem ähnlichen Vorfall war es vergangenes Jahr in Kaulsdorf gekommen. Dort waren die beiden Einbrecher allerdings erwischt worden. Bei dem folgenden Handgemenge setzte einer der Einbrecher Pfefferspray ein und verletzte einen Feuerwehrmann und seinen Sohn.

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