Charlottenburg

Raser demoliert bei Verfolgungsfahrt zwei Polizeiautos

Ein 33-Jähriger hat sich in der Nacht mit einer Zivilstreife und mehreren Einsatzwagen eine filmreife Verfolgungsjagd geliefert.

Polizeikelle

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Foto: pa

Zwei demolierte Polizeiautos, mehrere leicht verletzte Polizisten sowie ein verletzter Raser sind die Bilanz eines Einsatzes in der Nacht zu Sonnabend im Berliner Westen. Zivilbeamte hatten gegen 1 Uhr bemerkt, wie ein Peugeot eine rote Ampel in der Miraustraße missachtete und in Richtung Stadtautobahn weiterfuhr.

Als die Polizisten versuchten, den Autofahrer zu stoppen, gab dieser Gas. Auf der Stadtautobahn fuhr der Mann mit hoher Geschwindigkeit, sodass es der Zivilstreife und Unterstützungskräften nicht gelang, den Raser zum Anhalten zu bringen. Am Kaiserdamm verließ der Peugeot-Fahrer die Autobahn und setzte seine Flucht fort. Dabei raste er sogar über mehrere Gehwege.

In der Neuen Kantstraße überholte eine Besatzung eines Einsatzwagens den Flüchtenden und setzte sich vor den Wagen. Der Autofahrer bremste, wendete und fuhr entgegen der Fahrbahnrichtung erneut davon. Ein weiterer Einsatzwagen konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, wich aus und fuhr gegen ein geparktes Fahrzeug. An der Kreuzung Sophie-Charlotten-Straße Ecke Knobelsdorffstraße kam der Peugeot-Fahrer beim Versuch abzubiegen ins Schleudern, prallte gegen einen weiteren Polizeiwagen sowie gegen den Bordstein und blieb letztlich stehen.

Die Beamten zogen den Mann, der leicht verletzt war, aus dem Wagen. Rettungskräfte brachten den 33-Jährigen zur ambulanten Behandlung in eine Klinik, aus der er nach einer Blutentnahme entlassen wurde. Die Beamten des gerammten Einsatzwagens zogen sich durch den Zusammenstoß leichte Verletzungen zu und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen.

Gegen den 33-Jährigen wird nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht ermittelt.

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