Berlin-Mitte

Polizist stoppt mit Schuss gefährlichen Chaos-Fahrer

Ein Autofahrer hat auf der Flucht einen Beamten verletzt. Dessen Kollege stoppte mit einem Schuss die Chaos-Fahrt.

Berlin. Sonnabend früh hat sich ein Autofahrer in Mitte einer Kontrolle entzogen. Gegen 3 Uhr wollten Polizisten einen Ford-Fahrer an der Rosa-Luxemburg-Straße überprüfen und forderten ihn auf anzuhalten. Der gab jedoch Gas und flüchtete. An der Spandauer Straße touchierte er auf der Flucht einen weiteren Polizeiwagen, fuhr weiter und landete an der Rosenstraße in einer Sackgasse.

Der Fahrer setzte zurück und rammte den ihn verfolgenden Einsatzwagen. Als der Flüchtende wenden wollte, stieg ein Polizist aus und riss die Autotür auf. Weil der Ford-Fahrer nach bisherigem Ermittlungsstand erneut zurücksetzte, soll der Beamte – obwohl er auswich - von der offenen Tür getroffen worden sein. Daraufhin schoss sein Kollege auf die Reifen des Wagens. Verletzt wurde niemand.

Nun stoppte das Fahrzeug und weitere herbeigerufene Polizisten nahmen den 45-Jährigen fest. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 0,84 Promille. Zudem hatte er Betäubungsmittel dabei, die, wie sein Führerschein, beschlagnahmt wurden. Im Auto befanden sich noch zwei Beifahrerinnen im Alter von 23 und 24 Jahren, deren Personalien aufgenommen wurden. Der gestürzte Polizist erlitt Verletzungen an beiden Knien. Er musste seinen Dienst beenden. Der Festgenommene wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.