Zoophilie-Fall in Berlin

Mann soll sich an Pony im Görlitzer Park vergangen haben

Eine Babysitterin mit jungem Kind sah die Szene, fotografierte den Mann und sorgte für seine Festnahme.

Ein Shetlandpony (Archivbild)

Ein Shetlandpony (Archivbild)

Foto: Zoo

Ein junger Mann soll sich sexuell an einem Pony des "Kinderbauernhofs" im Görlitzer Park vergangen haben. Das bestätigte eine Mitarbeiterin der Einrichtung der Berliner Morgenpost. Der Vorfall ereignete sich am Freitag vergangener Woche gegen 15 Uhr. Zunächst hatte Amanda F. (Name von der Redaktion geändert) den Vorfall der Berliner Morgenpost geschildert. "Meine Babysitterin war mit unserem Sohn im Görlitzer Park unterwegs. Sie mussten mitansehen, wie sich der Mann sexuell an dem Pony verging." Ihre Babysitterin habe ihr den Fall geschildert und auch mit den im Görlitzer Park eingesetzten sogenannten Parkläufern gesprochen. Sie wolle sich nicht mehr zu dem Vorfall äußern. Die Szene sei zu traumatisierend gewesen.

Wie die Mitarbeiterin des Kinderbauernhofs der Berliner Morgenpost sagte, habe die Babysitterin geistesgegenwärtig ein Foto des Mannes während dessen Tat gemacht und sofort Mitarbeiter des Kinderbauernhofs verständigt. Auch die Parkläufer, die im Görlitzer Park für Sicherheit sorgen sollen, wurden hinzugezogen. Die Mitarbeiter riefen die Polizei. Der junge Mann habe bemerkt, dass seine Tat beobachtet worden war, habe dann von dem Tier abgelassen und sei zunächst im Park verschwunden.

Der Mann bekam Hausverbot und eine Anzeige

Die Parkläufer hätten den Mann dann anhand des Fotos gesucht und gefunden und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Von der Polizei seien seine Personalien festgestellt worden. "Er bekam bei uns Haus- und Hofverbot", so die Mitarbeiterin. "Falls er wiederkommt, melden wir das. So etwas ist bei uns noch nicht vorgekommen." Man habe den Vorfall angezeigt. Die Polizei bestätigte eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses durch sexuelle Handlungen" gegen einen 23-jährigen gebürtigen Syrer.

Der Kinderzoo ist vor allem bei jungen Familien beliebt. Er verfügt über zwei Ponys, zwei Esel, ein halbes Dutzend Schafe und Ziegen und jeweils etwa zehn Hühner, Enten und Kaninchen. "Hier passieren das ganze Jahr über positive Dinge", so die Mitarbeiterin. "Es ist schade, dass wir jetzt mit einem solchen Vorfall in Verbindung gebracht werden."

Auf "Erregung öffentlichen Ärgernisses" steht in Deutschland laut Paragraf 183 a des Strafgesetzbuches Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz steht Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, sofern dem Tier erhebliche Schmerzen zugefügt wurden.

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