Berlin-Mitte

Jugendliche Intensivtäter randalieren in Spielzeuggeschäft

Die Jugendlichen, unter ihnen zwei Intensivtäter, rissen Spielzeug aus der Verpackung und drückten die Verkäuferin gegen die Wand.

Kind mit Spielzeugwaffe

Kind mit Spielzeugwaffe

Foto: bu gr / DPA

Diebstahl, Sachbeschädigung und gefährliche Körperverletzung, lautet die Bilanz eines Besuches von vier Jungen in einem Geschäft für Faschingsbedarf in Mitte.

Ein 13-Jähriger, zwei 14-Jährige und ein 15-Jähriger betraten am Freitagabend gegen 18.50 Uhr das Geschäft an der Rathausstraße. Die 40 Jahre alte Verkäuferin gab bei der Polizei zu Protokoll, dass die vier Spielzeugwaffen aus den Verpackungen gerissen hätten, um dann damit aufeinander zu zielen.

Die Verkäuferin forderte das Quartett auf, das zu unterlassen und bat sie, das Geschäft zu verlassen. Ohne Erfolg. Als sie die vier Jungen schließlich zur Ladentür führte, stieß einer der Jungen eine Schaufensterpuppe um, die kaputt ging. Die Frau versuchte den Täter festzuhalten, doch der wehrte sich heftig und verletzte die Frau am Arm.

Jungen hatten in ihren Taschen Messer dabei

Nach Angaben der Frau wurde sie von den vier Tätern gegen eine Wand gepresst. Anschließend flüchteten sie. Mit Hilfe von Passanten konnte die Frau den 15-Jährigen an der Flucht hindern und festhalten. Polizeibeamte nahmen die drei anderen Täter in der Nähe fest.

Bei der Durchsuchung der Verdächtigen entdeckten die Beamten bei zwei der Jungen in den Taschen drei griffbereite Messer. Einer hatte zudem aus dem Laden gestohlene Feuerwerkskörper dabei. Die Festgenommenen verweigerten teilweise die Herausgabe der Telefonnummern ihrer Erziehungsberechtigten.

Ein 14-Jähriger und der 15-Jährige sind der Polizei bereits als Intensivtäter bekannt. Sie wurden zu einer Gefangenensammelstelle gebracht und für die Ermittlungen der Kriminalpolizei eingeliefert.

Während der Fahrt spuckten sie immer wieder in das Polizeifahrzeug. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens während der Fahrt legten die Beamten einem der Jungen Handfesseln an. Die beiden anderen Jugendlichen wurden ihren Aufsichtspersonen übergeben.

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