Friedrichshain

Mann nach Kritik an G20-Krawalle von Vermummten angegriffen

Haus an der Rigaer Straße

Haus an der Rigaer Straße

Foto: Paul Zinken / dpa

Ein 47-Jähriger ärgerte sich in der Rigaer Straße lautstark über die Krawalle in Hamburg. Wenig später tauchten Vermummte auf.

Vermummte Täer haben am Samstagabend einen 47-Jährigen geschlagen, der sich zuvor an der Ecke Rigaer- und Liebigstraße lautstark über die Randale des sogenannten schwarzen Blocks in Hamburg beschwert hatte.

Nachdem der Mann in Begleitung von Bekannten seinen Unmut kundgetan hatte, trennte er sich von der Gruppe und lief alleine über die Petersburger Straße in Richtung Frankfurter Allee. Als er weiter zur Proskauer Straße unterwegs war, kam ihm eine fünfköpfige, zum Teil vermummte Personengruppe entgegen.

Eine nicht vermummte Frau aus der Gruppe soll ihn dann beschimpft und getreten haben. Anschließend soll der Attackierte aus der Gruppe heraus mit Reizgas besprüht worden sein. Eine Joggerin beobachtete dann zwei dunkel gekleidete und vermummte Personen, die mit Metallstangen bewaffnet aus der Petersburger Straße kamen und sich zu der angreifenden Gruppe begaben.

Anschließend lief die komplette Gruppe durch einen Hausdurchgang von der Frankfurter Allee in die Liebigstraße. Eine Suche nach den Angreifern verlief erfolglos. Rettungssanitäter behandelten den 47-Jährigen. Der Staatsschutz ermittelt.

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( BM )