Ein Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes war in der Nacht zu Montag gegen 2.25 Uhr mit dem Polizeiwagen in der Nordkapstraße unterwegs, als plötzlich an der Ecke Ibsenstraße Steine auf den Wagen niederprasselten und ein Stein die Scheibe der Beifahrertür durchschlug. Auch das Blaulicht wurde beschädigt.
Der Stein blieb auf dem Beifahrersitz liegen, der Angestellte wurde nicht getroffen. Geschockt fuhr er den Wagen zunächst vom Tatort weg und rief Unterstützungskräfte. Eine Suche nach den Steinewerfern verlief erfolglos. Am Tatort fanden Polizisten zehn Kleinpflastersteine. Sie wurden zur Spurensicherung mitgenommen. Ein an der Kreuzung geparkter BMW wurde ebenfalls beschädigt.
Nach Informationen der Berliner Morgenpost kam der Polizist von einer Routine-Kontrolle an der Nordkapstraße. Dort soll sich ein Objekt eines NPD-Funktionärs befinden, das schon öfter das Ziel von Attacken gewesen war. Die Polizei fährt dort öfter Streife. Das würde dafür sprechen, dass es keine zufällige Attacke war.
Unklar ist, wie viele Personen an der Attacke beteiligt waren. Ermittelt wird wegen besonders schweren Landfriedensbruchs.
„Wir sind froh, dass unser Kollege diesem Steinhagel ohne körperliche Verletzungen entkommen ist. Wir sollten die seelischen Wunden nach diesem Mordversuch nicht unterschätzen. Niemand vergisst den Moment, an dem ein Stein durch die Scheibe fliegt“, sagte Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Die letzte Nacht habe gezeigt, dass Polizisten nicht nur in der Rigaer Straße hinterhältig attackiert würden. „Wir brauchen Splitterschutzfolien für alle Fahrzeuge der Berliner Polizei.“, so Jendro.
Wie die Berliner CDU gegen linksextreme Gewalt vorgehen will
Berliner CDU-Generalsekretär bekommt Morddrohungen
CDU-Generalsekretär fordert: "Linksfaschisten ausräuchern"