Mehrere Verletzte

Frau stirbt bei schwerem Wohnungsbrand in Kreuzberg

In einem Haus in der Reichenberger Straße stand eine Wohnung im ersten Obergeschoss in Flammen. Feuerwehr mit 70 Kräften im Einsatz.

Ein Feuer hat in der Nacht zum Freitag die Mieter eines Hauses an der Reichenberger Straße in Kreuzberg aus dem Schlaf gerissen. Eine Frau starb an den Folgen des Brandes. Sechs weitere Mieter mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 4.20 Uhr war das Feuer in der ersten Etage eines viergeschossigen Wohnhauses ausgebrochen. Die Wohnung im Seitenflügel stand binnen kürzester Zeit in Flammen. Schnell hatten sich die Flammen durch die Decke gefressen und zerstörten auch die darüber liegende Wohnung komplett.

Der 52 Jahre alte Mieter der Brandwohnung musste von Feuerwehrleuten über eine Leiter von einem Vordach gerettet werden. Er wurde anschließend sofort medizinisch behandelt und in ein Krankenhaus transportiert. In einem verrauchten Bereich in der dritten Etage fanden Einsatzkräfte dann eine leblose Frau. Die sofort eingeleiteten Wiederbelebungsversuche waren jedoch erfolglos.

Die 49 Jahre alte Frau verstarb noch an der Einsatzstelle. Fünf weitere Mieter im Alter zwischen 16 und 51 Jahren wurden durch die Feuerwehrleute mit Fluchthauben über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Auch sie mussten anschließend in Krankenhäuser zur weiteren medizinischen Versorgung. Vor-sorglich hatte die Feuerwehr auch ein Sprungkissen im Innenhof aufgebaut.

Die Lösch- und Rettungsarbeiten waren kompliziert. Denn der Zugang zur Brandstelle war nur durch eine Tordurchfahrt im Vorderhaus möglich und der Einsatz einer Drehleiter somit unmöglich. Die Brand- wie auch die darüber liegende Wohnung sind nicht bewohnbar. Zur genauen Brandursache liegen bislang keine Informationen vor. Ein Brandkommissariat der Berliner Polizei ermittelt. Indes gibt es vonseiten einiger Mieter die Spekulation, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte.

Nach Angaben der Feuerwehr erfolgte die Brandbekämpfung mit 24 Fahrzeugen darunter acht Rettungswagen. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Lage war nach Angabe der Leitstelle der Feuerwehr um 5.12 Uhr übersichtlich und um 7.20 Uhr unter Kontrolle.