Unfall in Mitte

Hand eingeklemmt: Betrunkener wird von S-Bahn mitgeschleift

Die Hand des jungen Mannes zeigt die Verletzungen, die er sich zuzog, nachdem er sich die Hand in der Tür einklemmte und von der S-Bahn mitgeschleift wurde. Letztlich stürzte er auch noch ins Gleisbett.

Die Hand des jungen Mannes zeigt die Verletzungen, die er sich zuzog, nachdem er sich die Hand in der Tür einklemmte und von der S-Bahn mitgeschleift wurde. Letztlich stürzte er auch noch ins Gleisbett.

Foto: Bundespolizei

Sie gehören zu Berlin wie die Currywurst: Rennende Menschen, die noch in die Bahn springen wollen. Einigen wird das zum Verhängnis.

Ein junger Mann hatte gegen 17.35 Uhr versucht, die S-Bahn nach dem Abfahrtssignal auf dem Bahnhof Brandenburger Tor zu erreichen und klemmte sich dabei die rechte Hand in einer Tür des letzten Wagens ein. Die S-Bahn fuhr los und schliff den alkoholisierten 23-Jährigen circa 50 Meter auf dem Bahnsteig mit, bis dieser seine Hand aus der Tür befreien konnte. Der Mann verlor daraufhin das Gleichgewicht, stolperte und stürzte hinter der ausfahrenden Bahn in die Gleise.

Mitarbeiter der DB-Sicherheit retteten den Verunfallten zügig aus den Gleisen. Trotz des lebensgefährlichen Unfallherganges erlitt der junge Mann lediglich leichte Verletzungen und Abschürfungen an Hand und Hüfte. Eine medizinische Versorgung durch alarmierte Rettungskräfte lehnte er ab. Die Bundespolizei leitete gegen den 23-Jährigen ein Bußgeldverfahren ein, weil er trotz ertöntem Abfahrtssignal und sich schließender Türen versuchte, in die S-Bahn einzusteigen und so den Unfall verursachte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzte der junge Mann seine Reise fort.

( BM )