Am Ostkreuz

Jugendliche prügeln sich mit Nothämmern, Messern und Gürteln

An einem Spielplatz am Ostkreuz prügelten sich mehrere Jugendliche. Polizisten versprühten Reizgas und drohten mit ihren Schusswaffen.

Die heftige Prügelei fand auf einem Spielplatz in der Nähe des Ostkreuzes in Friedrichshain statt

Die heftige Prügelei fand auf einem Spielplatz in der Nähe des Ostkreuzes in Friedrichshain statt

Foto: imago/Jürgen Ritter

Mehrere Jugendliche haben sich am Dienstagnachmittag an einem Spielplatz in Friedrichshain geprügelt. Ein 17-Jähriger konnte von der Polizei festgenommen werden. Bei seiner Festnahme leistete er erheblichen Widerstand und zog sich dabei Schnittverletzungen an der Hand zu.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden gegen 16 Uhr drei Jugendliche von etwa sechs bis acht Jugendlichen an dem Spielplatz am Annemirl-Bauer-Park in der Nähe des Bahnhofs Ostkreuz attackiert. Laut Zeugenaussagen prügelten die Beteiligten mit Gürteln, BVG-Nothämmern und Werkzeug aufeinander ein. Außerdem soll einer der Jugendlichen aus der größeren Gruppe mit einem Messer in Richtung eines Kontrahenten gestochen haben.

Als die Beamten eintrafen und den 17-Jährigen festnahmen, weigerte sich der 17-Jährige das Messer aus der Hand zu legen. Seine Mitstreiter konnten nur unter Einsatz des Reizstoffsprühgerätes und Androhung des Schusswaffengebrauchs von dem Versuch der Gefangenenbefreiung abgehalten werden.

Während der Festnahme zeigte ein anderer Jugendlicher den Beamten eine blutende Stichverletzung im Bauchbereich an. Obwohl die Polizisten ihn medizinisch versorgen lassen wollten, lief er mit seinen Kumpels davon.

Der 17-Jährige wurde in einer Klinik ambulant versorgt und anschließend der örtlichen Kriminalpolizei überstellt.

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