Mehrere Fälle in Berlin

Erste Hinweise nach Flüssigkeits-Attacken auf Frauen

Mehrfach wurden in Berlin Frauen mit Flüssigkeiten angegriffen. Meistens nutzten die Täter Batteriesäure. Nun gibt es erste Hinweise.

Nach dem Angriff einer Frau mit einer unbekannten Flüssigkeit in Prenzlauer Berg sind bei der Polizei einige Hinweise eingegangen. Die Angaben werden nun geprüft, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Untersucht werde auch noch, ob die Flüssigkeit eine gefährliche Säure war. Der Angreifer ist unbekannt.

Seit Dezember war es in der Nacht zum Dienstag der sechste Fall, dass ein Radfahrer eine Flüssigkeit gegen Frauen spritzte. Die 41-Jährige war laut Polizei zu Fuß unterwegs, als ihr der Unbekannte mit dem Rad hinterherfuhr. Nachdem sie sich zu ihm umgedreht hatte, spritzte der Täter eine Flüssigkeit in Richtung ihres Kopfs. Die Frau konnte sich mit einem Schal schützen und blieb unverletzt. Der Radfahrer flüchtete.

Bei ähnlichen Vorfällen waren in den vergangenen Monaten fünf Frauen verletzt worden. In vier Fällen handelte es sich bei der Flüssigkeit um Batteriesäure. Ob es derselbe Täter war und ob er Frauen hasst, könne derzeit nicht bewertet werden.

Die Polizei sucht nach einem mittelgroßen Mann im Alter von 35 bis 45 Jahren mit kräftiger Statur. Sein Fahrrad soll einen auffälligen Lenker haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (030) 4664-173 315 entgegen.

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( dpa/seg )