Berlin

70 Unfälle in der Region durch Schnee und Glätte

Peter Oldenburger

Die Autofahrer haben die Rückkehr des Winters in der Nacht zum Dienstag mit heftigem Schneetreiben bei Temperaturen um den Gefrierpunkt einigermaßen glimpflich überstanden. „In Berlin haben wir von Mitternacht bis 5 Uhr morgens 17 Unfälle gezählt, die mit Schnee und Matsch zu tun haben könnten“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Zumeist blieb es bei Blechschäden. Die Stadtreinigung war seit dem Abend mit Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz. Probleme im Bahnverkehr blieben weitgehend aus. „Einige Züge hatten ein paar Minuten Verspätung, es gab aber keine massiven Störungen im Fern- und Regionalverkehr“, sagte ein Bahnsprecher.

Das Lagezentrum der Polizei in Potsdam meldete Dienstag bis zum Mittag 53 wetterbedingte Unfälle in Brandenburg, mit acht Verletzten. Schwerpunkt sei der östliche Teil des Landes. Größere Staus gab es auf den Autobahnen. Auf der A11 fuhren zwischen Bernau-Nord und Bernau-Süd (Barnim) zwei Lkw ineinander. Ein Fahrer wurde schwer verletzt, ein umgestürzter Lkw blockierte eine Fahrbahn. Die Bergung des Fahrzeugs dauerte bis zum Morgen.

Auf der A2 zwischen Ziesar und Wollin (Potsdam-Mittelmark) fuhr kurz vor 6 Uhr ein Lkw auf einen anderen auf. Der 59 Jahre alte Fahrer wurde eingeklemmt und erlitt schwere Beinverletzungen. Bereits gegen 4.30 Uhr war auf der A24 zwischen der Raststätte Walsleben und Herzsprung (Ostprignitz-Ruppin) ein VW auf der mit Matsch bedeckten Fahrbahn ins Schleudern geraten. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

Berlins Senatsumweltverwaltung riet Spaziergängern am Dienstag, in Wäldern besonders aufmerksam unterwegs zu sein. Derzeit laste viel Schnee auf den Bäumen, dadurch könnten Äste leicht brechen. Die Verwaltung warnte vor der Benutzung von Kopfhörern, da sie Umweltgeräusche ausblenden.

( pol )