Neukölln

Passanten mit Schreckschusswaffen und Böllern beschossen

Aus dem Fenster einer Wohnung heraus schossen die jungen Männer auf Passanten. Die anrückende Polizei wurde beschimpft und bedroht.

Die Polizei stellte Waffen, Munition und ein Handy sicher

Die Polizei stellte Waffen, Munition und ein Handy sicher

Foto: Patrick Seeger / dpa

Gegen 19 Uhr am Donnerstag wurde die Polizei in die Weserstraße nach Neukölln gerufen. Passanten hatten die Beamten alarmiert, da jemand aus einer Wohnung heraus Böller geworfen und mit einer Waffe gefeuert haben soll. Mehrere Passanten seien dadurch gefährdet gewesen, auch die Personen, die die Polizei verständigt hatten. Sie klagten über Ohrenbeschwerden wegen der Explosion in unmittelbarer Nähe.

Als die Polizei eintraf, wurde aus dem Fenster erneut geschossen. Den Beamten wurde vom 48-jährigen Wohnungsbesitzer die Tür geöffnet. Der Raum, aus dem geschossen wurde, stellte sich als das Zimmer seiner beiden Söhne, 16 und 22 Jahre alt, heraus. Der ältere von beiden verhielt sich den Beamten gegen überäußert aggressiv, er schrie die Beamten an und verhinderte ein Gespräch der Polizisten mit dem Vater.

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Daraufhin forderten die Beamten Verstärkung an und überwältigten den 22-Jährigen. Noch auf dem Boden liegend setzte er seine Beleidigungen gegen die Beamten fort. Einem Polizisten drohte er mit dem Tod. Im Zimmer des Mannes fanden die Beamten Munition für eine Schreckschusswaffe, in einem Gebüsch vor dem Fenster konnten zwei solcher Waffen sichergestellt werden.

Insgesamt zehn Munitionshülsen fanden die Polizisten auf dem Balkon und unterhalb des Fensters. Mit den Gegenständen konfrontiert, gaben der 16-Jährige sowie sein 17-jähriger, ebenfalls anwesender Cousin an, geschossen zu haben. Bei der Durchsuchung des Zimmers fanden die Beamten außerdem noch ein zur Fahndung ausgeschriebenes Handy.