Neukölln

Polizei findet Urheber der Terrorfalschmeldung auf WhatsApp

Über WhatsApp verbreitete sich das Gerücht über einen bevorstehenden Anschlag auf die Gropius Passagen. Der Verursacher wurde ausfindig gemacht.


Blick in die Gropius-Passagen (Archivbild)

Blick in die Gropius-Passagen (Archivbild)

Foto: Soeren Stache / picture-alliance/ dpa/dpaweb

Ein Mann, der am Tag vor Heiligabend über WhatsApp das Gerücht verbreitet hatte, dass die Gropius Passagen wegen Anschlagsdrohung evakuiert würden, wurde von der Polizei überführt. Der Staatsschutz suchte den Mann auf. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eröffnet. „Das Gerücht hatte uns arg beschäftigt“, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost. Die Polizei hatte das Gerücht schnell als Fake-Nachricht enttarnt. Trotzdem wurde die Nachricht weiter verbreitet.

In einer WhatsApp-Sprachnachricht hatte ein Mann mit vertraulichen LKA-Informationen geprahlt und berichtet, dass es Anschlagspläne für mehrere Einkaufspassagen in Berlin gebe und man vor allem die Gropius-Passage in Neukölln meiden solle. „Es liegen keine polizeilichen Erkenntnisse für eine akute Gefährdung der Gropius Passagen vor“, teilte die Polizei bereits am Freitag vergangener Woche über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Auch auf Facebook reagierte die Polizei schnell und schrieb: „Wir haben keinerlei Erkenntnisse, dass in Rudow eine Terrorzelle mit Anschlagsplänen aufgedeckt wurde. Wir bitten darum, diese Nachrichten nicht weiter zu verbreiten. Sollte sich die Sicherheitslage für Berliner Stadtteile entscheidend ändern, werden wir darüber selbstverständlich öffentlich informieren.“ Weiter erklärte die Polizei, dass das Parkhaus der Gropius Passagen lediglich kurzzeitig wegen Überfüllung und wegen eines liegengebliebenen Fahrzeugs auf der Zufahrt gesperrt war.

„Wir hatten eine Menge Arbeit auf unseren Social-Media-Kanälen, dieses sinnlose Gerücht wieder einzufangen, welches mit dem ohnehin angeschlagenen Sicherheitsgefühl vieler Berlinerinnen und Berliner nach den Geschehnissen am Breitscheidplatz spielte“, schrieb die Polizei auf Facebook.