Michael Kuhr

Berliner Ex-Bodyguard setzt Kopfgeld auf U-Bahn-Treter aus

Der Personenschützer Michael Kuhr will 2000 Euro für Hinweise zum Neuköllner U-Bahn-Treter zahlen.

Der Berliner Personenschützer Michael Kuhr will für Hinweise zum U-Bahn-Treter von Neukölln 2000 Euro bezahlen. In einem Facebook-Post vom Sonntag schreibt der Inhaber eines Sicherheitsdienstes und Ex-Bodyguard von Stars wie Angelina Jolie oder Leonoardo DiCaprio: "Ich bezahle ein Kopfgeld in Höhe von 2.000,- € für den Namen und die Adresse von diesem Bastard!"

Bis zum frühen Sonntagnachmittag wurde sein Post über 2500 Mal geliket und rund 900 Mal geteilt. Die Berliner FDP äußerte Verständnis für Kuhrs Aktion. "Das Wort Kopfgeld hat natürlich immer einen gewissen Beigeschmack...", so Holger Krestel, Sprecher für Recht und Verfassungsschutz der FDP-Fraktion. Wenn allerdings schon ein Unternehmer ein "Kopfgeld " aussetze, werde allerdings deutlich, dass der Senat dem Opferschutz viel zu wenig Bedeutung beimesse", erklärte Krestel weiter.

Der brutale Fußtritt eines Unbekannten im U-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln hatte bundesweit Empörung ausgelöst. Ein Video, das die Tat zeigt, ist in den sozialen Netzwerken hundertausendfach geteilt und kommentiert worden.

Die Tat ereignete sich bereits am 27. Oktober. Das Opfer des Tritts, eine 26-Jährige, erlitt bei dem heimtückischen Übergriff einen Armbruch. Der Täter und seine drei Begleiter gingen sichtlich unberührt weiter.

Bei der Berliner Polizei sind bis Sonnabend acht Hinweise zum Täter und den Tatbeteiligten eingegangen.

Mehr zum Thema:

Senator Geisel: "U-Bahnhöfe dürfen keine Angsträume sein"

U-Bahn-Treter von Neukölln: Polizei erhält acht Hinweise

Die wichtigsten Fragen zum U-Bahn-Treter von Neukölln