Unfall in Neukölln

Mopedfahrerin offenbar bei illegalem Rennen schwer verletzt

Die 34-Jährige musste zwei Rasern ausweichen und prallte mit einem von ihnen zusammen. Offenbar lieferten sich die Fahrer ein Rennen.

Die Frau wurde mit Frakturen an beiden Beinen ins Krankenhaus gebracht

Die Frau wurde mit Frakturen an beiden Beinen ins Krankenhaus gebracht

Foto: Lukas Schulze / dpa

Eine 34-jährige Mopedfahrerin ist möglicherweise Opfer eines Auto-Wettrennens geworden.

Beim Zusammenstoß mit einem Wagen wurde sie schwer verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie war am Sonnabendvormittag am Maybachufer in Berlin-Neukölln unterwegs, als ihr zwei Autos mit vermutlich überhöhter Geschwindigkeit entgegen kamen.

Dem ersten Wagen konnte sie noch ausweichen, geriet dabei ins Schlingern und stieß mit dem zweiten Auto zusammen.

Mehrere Zeugen sagten, dass die 27 und 30 Jahre alten Autofahrer sich eine Verfolgungsfahrt geliefert haben könnten. Die Frau wurde mit Frakturen an beiden Beinen ins Krankenhaus gebracht.

Immer wieder schwere Unfälle bei illegalen Autorennen

In den vergangenen Monaten war es in Berlin immer wieder zu schweren Unfällen bei illegalen Autorennen gekommen. In einem besonders aufsehenerregenden Prozess in Berlin stehen derzeit zwei Männer wegen Mordes vor Gericht, die bei einem illegalen Rennen den Tod eines Unbeteiligten verursacht haben sollen.

In der Nacht zum 1. Februar waren sie mit ihren Sportwagen mit weit mehr als 100 Kilometern pro Stunde den Kurfürstendamm entlanggefahren. Kurz vor dem Luxuskaufhaus KaDeWe rammte einer der Angeklagten den Geländewagen eines Rentners.

Der 69 Jahre alte Fahrer des Geländewagens starb. Mit der Mordanklage demonstrierte die Staatsanwaltschaft in diesem Fall Härte.

Nach dem Bundesrat will auch das Bundesverkehrsministerium härter gegen illegale Autorennen vorgehen. Laut einem Gesetzentwurf sollen solche Rennen auf öffentlichen Straßen künftig nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat geahndet werden, wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums Mitte November auf Anfrage bestätigte. Veranstaltern und Rasern sollen demnach künftig Geldstrafen und bis zu zwei Jahre Haft drohen.

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