Marzahn-Hellersdorf

SEK stürmt Flüchtlingswohnung in Berlin

Ein Spezialeinsatzkommando hat am Donnerstag eine Wohnung in Berlin nach einer Kalaschnikow durchsucht.

Ein Verkäufer zeigt im Kalaschnikow Laden am Flughafen Scheremetjewo in Moskau (Russland) eine Attrappe eines Sturmgewehrs AK-47

Ein Verkäufer zeigt im Kalaschnikow Laden am Flughafen Scheremetjewo in Moskau (Russland) eine Attrappe eines Sturmgewehrs AK-47

Foto: Thomas Körbel / dpa

Ein Spezialeinsatzkommando hat am Donnerstag eine Wohnung in Marzahn-Hellersdorf gestürmt. Wie die Polizei der Berliner Morgenpost auf Anfrage bestätigte, waren die Beamten auf der Suche nach einem Flüchtling, der auf einem Foto auf seinem Handy mit einer Kalaschnikow (AK47), einem Schnellfeuergewehr, posiert hatte.

In der Wohnung wohnen minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, unter ihnen auch der Verdächtige, den die Beamten aber nicht antrafen.

Terrorverdächtiger spähte Reichstag und Alexanderplatz aus

Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, soll es sich um einen 16-Jährigen handeln, gegen den bereits ermittelt werde, weil er jemanden mit einem Messer bedroht haben haben soll. Bei der Festnahme seien das Messer und das Handy sichergestellt worden, auf dem sich das Foto fand.

Demnach soll das Bild in einer früheren Flüchtlingsunterkunft in Niedersachsen aufgenommen worden sein. Deshalb hätten Beamte auch in Niedersachsen die Unterkunft durchsucht, wo eine Softairwaffe sichergestellt worden sein soll, die einer AK47 täuschend ähnlich gesehen habe. Offenbar habe der 16-Jährige nur angeben wollen, aber keinen Anschlag geplant.