Brandenburg

Tödlicher Unfall: Autodieb verunglückt auf der Flucht

Das Auto überschlug sich, der 42 Jahre alte Fahrer starb noch am Unfallort. Später gab es weitere Verfolgungsjagden mit Autodieben.

Der 42-Jährige verunglückte auf der Flucht

Der 42-Jährige verunglückte auf der Flucht

Foto: Patrick Seeger / dpa

Durch vor der Polizei flüchtende Autodiebe ist es in Berlin und Brandenburg zu zwei folgenschweren Zwischenfällen gekommen. Ein Autodieb verunglückte tödlich, ein anderer fuhr zwei Beamte an.

In der Nacht zum Montag ist der Fahrer eines Ford gegen 1.50 Uhr auf der Autobahn 15 im Kreis Spree-Neiße in Richtung polnischer Grenze vor der Polizei davongerast, als er kontrolliert werden sollte. „Der Fahrzeugführer fuhr mit rasantem Tempo die Abfahrt in Forst ab, durchfuhr die Ortschaft und weiter auf der B 112 in Richtung Guben. Dem Fahrzeug folgte im Abstand von zirka einem Kilometer mit nur teilweisen Sichtkontakt ein Funkstreifenwagen“, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Süd am Montag mit.

In Höhe der Ortschaft Grießen wurde durch Beamte ein sogenanntes Stopstick-Element auf die Straße gelegt, um den Ford-Fahrer zum Anhalten zu zwingen. „Bei dem Anhalte-System werden durch Überfahren Hartmetallröhrchen in die Reifen getrieben und die Luft entweicht in fünf bis zehn Sekunden. Die Fahrzeuge bleiben spurtreu und können sicher zum Stillstand abgebremst werden“, erläuterte der Polizeisprecher die Funktion des Elementes.

Der Fahrer sei darüber gefahren und trotz entwichener Luft noch rund dreieinhalb Kilometer in Richtung Taubendorf weiter gefahren. In einer Rechtskurve wurde das Fahrzeug den weiteren Angaben zufolge aus der Kurve getragen, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals.

Der nicht angeschnallte Fahrer wurde durch das Glasdach des Autos geschleudert. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die aufgefundenen Papiere im Fahrzeug weisen den Verunglückten als 42-jährigen polnischen Staatsbürger aus. Der Ford vom Typ S-Max war zuvor in Berlin gestohlen worden. Zur Unfallaufnahme wurden Experten der Dekra hinzugezogen.

Autodieb verletzt in Britz zwei Zivilfander

Nur rund zwei Stunden später hat sich ebenfalls ein Autodieb einer Verkehrskontrolle in Britz entzogen und dabei zwei Zivilfahnder der Polizei verletzt. Den ersten Ermittlungen zufolge fiel den Polizisten gegen 4 Uhr ein Audi auf, den sie an der Kreuzung Karl-Marx-Straße/Buschkrugallee kontrollieren wollten. Wie ein Sprecher der Polizei am Montag berichtete, stoppten die Beamten den Wagen und forderten den unbekannten Fahrer auf, den Motor abzustellen.

„Anstatt der Aufforderung nachzukommen, gab der Mann Gas und erfasste die Polizisten, wobei er einen der beiden noch ein Stück mitschleifte. Glücklicherweise erlitten beide nur leichte Verletzungen und konnten ihren Dienst fortsetzen“, teilte die Polizei weiter mit.

Der Audi-Fahrer flüchtete auf die Stadtautobahn A 100. Nachdem die Polizisten die Verfolgung aufgenommen hatten, entdeckten sie den Wagen an der Autobahnabfahrt Grenzallee, wo der Fahrer verunglückt war. Der Mann war aber vor dem Eintreffen der Beamten verschwunden. Die Überprüfung des Audi ergab, dass er kurze Zeit zuvor in Spandau gestohlen worden war.

Autodieb flieht vor der Polizei auf der Autobahn

Auch auf der A15 kam es zu einer Verfolgungsjagd. Beamte der Bundespolizei wollten am Montagmorgen gegen 4.30 Uhr auf der A15 einen verdächtig erscheinenden VW nahe der Anschlussstelle Cottbus-West kontrollieren. Als sie dem Fahrer Anhaltezeichen gaben, machte er jedoch ein waghalsiges Manöver. Er wendete auf der Autobahn und fuhr in Gegenrichtung, wobei es nach Aussage der Polizei zu erheblichen Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer kam. Bei der Flucht in Richtung Vetschau prallte das Auto gegen eine Schutzplanke, der Fahrer flüchtete zu Fuß. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Wagen wenige Stunden zuvor in Berlin gestohlen worden war, was der Besitzer erst durch die Polizei erfuhr. Das Auto wurde zur Spurensicherung sichergestell. Der Autodieb ist entkommen.