Protest gegen Erdogan

Kurden demonstrieren in Berlin spontan gegen Festnahmen

Bundesweit versammelten sich Kurden, um gegen die Festnahme in der Türkei zu protestieren. In Berlin blieb es weitgehend friedlich.

Ein Taxi in Berlin wird attackiert, die Lage entspannte sich jedoch wieder

Ein Taxi in Berlin wird attackiert, die Lage entspannte sich jedoch wieder

Foto: Davids

In der Nacht zum Freitag hat es in mehreren deutschen Städten spontane Protestkundgebungen von Kurden gegeben. Anlass war die Festnahme von Parlamentsabgeordneten der Kurdenpartei HDP in der Türkei. Im Zuge von Terrorermittlungen wurde unter anderem die Doppelspitze der Partei festgenommen.

In Berlin kamen am Alexanderplatz in Mitte nach Polizeiangaben etwa 150 Personen zusammen. Gegen 1.20 Uhr bis etwa 2.40 Uhr blockierten Demonstranten die Alexanderstraße. Es kam dabei zu einem Wortgefecht mit einem Taxifahrer, der die Straße passieren wollte. Einige Teilnehmer der Spontan-Demo traten daraufhin mehrfach gegen den Wagen. Ordner und Polizisten konnten die Lage jedoch beruhigen. Die Beamten waren mit einer Hundertschaft vor Ort.

Die Kundgebeung verlief dann ohne weitere Störungen, einige Demonstranten zogen gegen 2.40 Uhr weiter zum Brandenburger Tor.

In Hannover und Köln versammelten sich etwa 150-200 Kurden, in Hamburg und Essen waren es rund 100. Auch in Münster (70), Dortmund (60), Bremen und Bielefeld (jeweils 50) versammelten sich Demonstranten. Zwar seien viele Kurden aufgebracht gewesen, die Proteste verliefen aber friedlich und ohne Störungen, teilte die Polizei mit.