Berlin

33-Jähriger bestellt Waffe im Darknet und wird gefasst

Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der sich im sogenannten Darknet eine scharfe Schusswaffe bestellt haben soll. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, wurde neben der Waffe auch passende Neunmillimeter-Munition bei dem 33-Jährigen sichergestellt. Auch diese hatte er in dem anonymen Teil des Internets erworben. In der Wohnung des Verdächtigen stellten die Ermittler bei der Durchsuchung Beweismittel sicher, darunter auch der Computer des 33-Jährigen. Die Auswertung des PCs dauert noch an.

Neben der zu erwartenden Freiheitsstrafe wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz hatte die Bestellung auch finanziell erhebliche Folgen für den Beschuldigten, betonte ein Polizeisprecher. Der Tatverdächtige habe den Ermittlungen zufolge etwa 2000 Dollar in der digitalen Währung Bitcoins bezahlt, die ihm wohl nicht erstattet werden dürften. Was der 33-Jährige mit der Schusswaffe vorhatte, sei noch unklar. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund seien jedoch nicht erkennbar. Die Festnahme erfolgte nach Polizeiangaben bereits am Montag im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Ermittlungserfolg war nach Angaben der Berliner Polizei das Resultat einer Zusammenarbeit mit ausländischen Polizeibehörden und dem Bundeskriminalamt. Das Darknet ist der dunkle Bereich des Internets, der von Suchmaschinen wie Google oder Bing nicht gefunden wird. Genutzt wird der verborgene Teil des Netzes von Nutzern, die im Verborgenen bleiben möchten, also auch von Kriminellen wie Drogendealern, Waffenhändlern oder Pädophilen.

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