Charlottenburg

Drogenhändler bei BKA-Einsatz verhaftet

Am Donnerstagabend durchsuchten Beamte des BKA mehrere Objekte in Charlottenburg und Friedrichshain. Mehrere Personen verhaftet.

Polizeieinsatz an der Charlottenburger Kantstraße am späten Donnerstagnachmittag

Polizeieinsatz an der Charlottenburger Kantstraße am späten Donnerstagnachmittag

Foto: emb

Am Donnerstagabend sind Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) zu einem Einsatz an der Charlottenburger Kantstraße ausgerückt. "Eine Gruppe von mehreren Jugendlichen stand vor einem der Läden", berichtet ein Zeuge. Plötzlich habe einer von ihnen das Wort "Polizei" gerufen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag galt der Einsatz mutmaßlichen Drogenhändlern. Ein 45-Jähriger und zwei 49-Jährige sollten noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden, wie eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft sagte.

Insgesamt wurden zehn Geschäfte und Wohnungen in Charlottenburg und Friedrichshain durchsucht. Gegen die Drogendealer lagen Haftbefehle wegen Verdachts des Handels mit "nicht geringen Mengen" von Drogen vor.

„Es wurden Hasch, Amphetamine und mehrere Schusswaffen sichergestellt“, sagte die Sprecherin der Berliner Morgenpost auf Anfrage. „Ein Pkw wurde ebenfalls beschlagnahmt."

Aufgrund von BKA-Ermittlungen in einem anderen Fall sei man auf die drei Verdächtigen gestoßen, die schließlich zu weiteren Ermittlungen und den Verhaftungen führten. Das sei der Grund gewesen, dass BKA-Beamte und nicht die Landespolizei Berlin für Fall und den Zugriff zuständig sei.

Augenzeugen berichteten, dass ungefähr 30 Beamte an der Kantstraße auf eine Gruppe junger Männer zugestürmt sei.

Mehrere Personen seien festgenommen worden. Nach Überprüfung der Personalien wurden sie aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Ein weiterer Zeuge bestätigte die Aussage. Der Einsatz habe rund 20 Minuten gedauert, so der Passant. Die Kantstraße war während des Polizeieinsatzes für den Verkehr und für die Fußgänger einseitig gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.