Prozess

Kind missbraucht - Mann bekommt Bewährungsstrafe

Das Landgericht hat einen 51-Jährigen des schweren Missbrauchs schuldig gesprochen und zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Die Statue Justizia.

Die Statue Justizia.

Foto: dpa

Ein 51-Jähriger ist mehr als sechs Jahre nach einem sexuellen Übergriff auf die damals 12-jährige Tochter seiner früheren Lebensgefährtin zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den Angeklagten am Mittwoch des schweren Missbrauchs schuldig. Der Lagerist hatte zuvor gestanden und erklärt, er schäme sich für sein Verhalten. Das Gericht legte ihm zudem auf, 600 Euro an den Opferschutzverein Weißer Ring zu zahlen.

Die Geschädigte erstattete mit knapp 18 Jahren im Sommer 2015 Anzeige gegen den ehemaligen Freund ihrer Mutter. Sie habe Jahre gebraucht, um sich offenbaren zu können, gab die Frau bei der Polizei zu Protokoll. Zu dem Übergriff sei es in einer Wohnung in Berlin-Staaken gekommen, als sie 2010 bei dem Angeklagten übernachtet hatte. Während der sexuellen Berührungen habe sie sich schlafend gestellt.

Der nicht vorbestrafte Angeklagte sagte, er habe keine Erklärung für sein Verhalten. Als die damals noch 12-Jährige bei ihm übernachtete, sei er bereits in einer anderen Beziehung gewesen. Die nun verhängte Strafe werde er akzeptieren. Auch Staatsanwältin und Verteidigerin hatten angesichts des Geständnisses, mit dem der Täter dem Opfer eine Aussage im Prozess ersparte, auf eine Bewährungsstrafe plädiert.