Bundespolizei

US-Bürger mit Waffenteilen im Gepäck in Tegel gestoppt

Er wollte mit 145 Waffenteilen im Gepäck nach Köln fliegen. Bundespolizisten stoppten in Tegel einen 54-jährigen Amerikaner.

Diese Waffenteile hatte der Amerikaner im Gepäck

Diese Waffenteile hatte der Amerikaner im Gepäck

Foto: Polizei Berlin

Eine äußerst imposante Sammlung von Waffenteilen konnte die Bundespolizei am Flughafen Tegel präsentieren. Insgesamt 145 Einzelteile, darunter Griffstücke, Schulterstützen, Mündungsdämpfer und Magazine, allesamt wichtige Utensilien zum Bau von Schusswaffen, hatten die Beamten am Donnerstagnachmittag im Reisegepäck eines US-Bürgers entdeckt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Freitag mitteilte, konnte der 54-Jährige keinen Waffenschein oder einen anderen Berechtigungsnachweis vorlegen, daher wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Das Arsenal, das unter anderem auch zum Bau von Automatikwaffen geeignet ist, wurde sichergestellt, der Vorgang an die Berliner Polizei weitergeleitet. Die weiteren Ermittlungen, die das Landeskriminalamt führt, sind nach Angaben eines Sprechers noch nicht abgeschlossen. Unklar ist vor allem, was der Mann mit seiner Sammlung vorhatte.

Dem US-Amerikaner, der von Tegel nach Köln fliegen wollte, war offenbar nicht bekannt, dass in Deutschland wie in vielen anderen Ländern strengere Waffengesetze herrschen als in seiner Heimat, wo Waffen aller Art frei verkäuflich sind. In jedem Fall soll er äußerst überrascht gewesen sein, als die Bundespolizei seine Sammlung beschlagnahmte.