Mord an eigenem Baby

Unfall oder Totschlag: Staatsanwältin verlangt Haftstrafe

Im Prozess um den Tod eines Säuglings steht die Mutter vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht von einer vorsätzlichen Tat aus.

Eine Mutter steht vor Gericht - ihr wird vorgeworfen das eigene Baby umgebracht zu haben

Eine Mutter steht vor Gericht - ihr wird vorgeworfen das eigene Baby umgebracht zu haben

Foto: Imago

Drei Jahren und drei Monate Haft nach Jugendstrafrecht: Darauf plädiert die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen eine 18 Jahre alte Berlinerin. Die damalige Gymnasiastin soll ihr Neugeborenes nach der Geburt heimlich erstickt haben. Die Staatsanwaltschaft ist der Überzeugung, das Kind sei vorsätzlich umgebracht worden. Deshalb sei die Angeklagte des Totschlags schuldig zu sprechen, so Staatsanwältin am Freitag vor dem Landgericht Berlin.

Die Angeklagte hatte im Dezember 2015 in der Wohnung ihrer Eltern unbemerkt ein Mädchen zur Welt gebracht. Im Prozess hatte die Frau erklärt, sie habe ein Handtuch über das Baby gelegt, es aber nicht töten wollen. Der Anwalt sagte, die Todesumstände seien ungeklärt.

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