Angriff am Bahnhof

Friedrichstraße: Männer schlagen Fahrkartenkontrolleur

Am Sonntagabend wurde ein 34-jähriger Fahrkartenkontrolleur am Bahnhof Friedrichstraße angegriffen. Die Polizei nahm drei Männer fest.

 Zug am S-Bahnhof Friedrichstraße

Zug am S-Bahnhof Friedrichstraße

Foto: Jens Kalaene / dpa

Ein Fahrkartenkontrolleur der S-Bahn ist Opfer einer gewalttätigen Attacke von Schwarzfahrern geworden. Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagabend im Bereich des Bahnhofes Friedrichstraße, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Demnach war der 34-Jährige gemeinsam mit zwei 27 und 33 Jahre alten Kollegen in einer Bahn der Linie S7 im Einsatz. Die drei Männer kontrollierten die Fahrscheine von Fahrgästen. Ein Mann soll keinen Fahrschein besessen haben, woraufhin dessen Personalien aufgenommen werden sollten. Beim Aussteigen gemeinsam mit den Kontrolleuren an der Friedrichstraße ergriff der Schwarzfahrer zusammen mit zwei Begleitern auf dem Bahnsteig die Flucht.

Der 34-Jährige, so berichtete die Polizei weiter, hielt den Mann ohne Fahrausweis daraufhin am Rucksack fest. Der Mann drehte sich um und schlug dem Bahnmitarbeiter auf die Hand. Anschließend sollen der Täter und seine Begleiter auf den Mann eingeschlagen haben. Die Kollegen des Kontrolleurs eilten ihm zu Hilfe und zogen den Haupttäter von seinem Opfer weg. Die Kontrolleure hielten das Trio fest und übergaben die Männer an die eintreffenden Polizeibeamten.

Der 34-Jährige hatte bei dem Angriff Kopf- und Beinverletzungen erlitten. Er wurde vor Ort von Rettungssanitätern ambulant behandelt. Die Festgenommenen im Alter von 17, 19 und 22 Jahren kamen zur Gefangenensammelstelle und wurden vom Erkennungsdienst behandelt, bevor sie wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

Der Angriff ist kein Einzelfall. Die Gewalt gegenüber DB-Mitarbeitern nimmt kontinuierlich zu. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres sind nach Angaben der Deutschen Bahn 950 Mitarbeiter angegriffen worden. Zwei Drittel der Taten richteten sich dabei gegen Angehörige der Bahntochter DB Sicherheit. Dort wird nun der Einsatz von Videokameras am Körper getestet.