Antisemitismus

Denkmal „Jüdische Opfer des Faschismus“ in Mitte beschmiert

Das Denkmal, das an die Deportation jüdischer Berliner während der Nazi-Zeit erinnert, wurde zum wiederholten Male geschändet.

Die Skulptur "Jüdische Opfer des Faschismus" in der Großen Hamburger Straße in Mitte

Die Skulptur "Jüdische Opfer des Faschismus" in der Großen Hamburger Straße in Mitte

Foto: Steffen Pletl

Das Denkmal „Jüdische Opfer des Faschismus“ des Künstlers Will Lammert (1892-1957) ist erneut Ziel einer antisemitischen Attacke geworden. Eine Polizeistreife stellte in der Nacht zu Dienstag gegen 2.20 Uhr fest, dass eine der 13 Bronzefiguren in der Großen Hamburger Straße mit einem Hitlerbärtchen bemalt worden war.

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Die Figurengruppe, die 1984 an diesem Ort aufgestellt wurde, erinnert an die Deportation von 55.000 Berliner Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager. Die Skulptur wurde bereits mehrfach Ziel von Anschlägen.

Erst in der Nacht zu Sonnabend war eine Gedenktafel für deportierte Juden in der Ellen-Epstein-Straße in Moabit beschmiert worden. Der Polizeiliche Staatsschutz prüft eine mögliche Verbindung der beiden Anschläge.