Neukölln

Feuerwehr und Polizei nach Buttersäure-Attacke im Einsatz

Unbekannte haben in Neukölln ein Wohnhaus mit Buttersäure beschmiert. Die Feuerwehr musste anrücken, mehrere Polizisten wurden leicht verletzt.

In Neukölln wurde am Sonnabendabend eine „schwere Gefährdung durch Freisetzen von Giften“ angezeigt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte eine Anwohnerin der Okerstraße gegen 21.35 Uhr die Polizei alarmiert, da sie einen beißenden, stechenden Geruch im Wohnhaus wahrgenommen hatte. Als sie gegen 17 Uhr nach Hause gekommen war, hatte sie bereits einen großen Fleck im Eingangsbereich bemerkt, der mittlerweile weggewischt worden war.

Die Polizisten forderten kurz darauf die Berliner Feuerwehr an, da sich auf dem Gehweg der Okerstraße sowie an den Fassaden mehrerer Häuser Flecken befanden, die ebenfalls stark und unangenehm rochen. Die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr bestätigten den Verdacht, dass es sich um Buttersäure handelt. Zudem wurden die Berliner Wasserbetriebe und Spezialisten des Kriminaltechnischen Instituts des Landeskriminalamtes Berlin zu den Ermittlungen hinzugezogen, da offensichtlich Buttersäure auch in einen Gully an der Weise- Ecke Okerstraße gekippt worden war. Der Gully musste komplett gesäubert und gespült werden.

Die Flecken der ätzenden Säure auf dem Gehweg und den Hausfassaden wurden durch die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr neutralisiert. Vier Polizisten erlitten leichte Reizungen der Atemwege und der Augen. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin, da eine politische Tatmotivation nicht auszuschließen ist. Es besteht der Verdacht, dass Gentrifizierungsgegner aus der linksextremistischen Szene die Buttersäure verteilt haben könnten. Nähere Hinweise auf die Täter hatte die Polizei am Sonntag jedoch noch nicht.