Spektakuläre Fälle

Überfälle und Einbrüche am Kudamm: Eine Chronologie

Immer wieder schlagen Kriminelle auf Berlins wichtigster Einkaufsmeile zu. Die spektakulärsten Fälle in der Übersicht.

Schon wieder sind unbekannte Täter am Kurfürstendamm in Berlin in ein Luxusuhren-Geschäft eingebrochen. Anschließend lieferten sie sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd, bei der ein Polizeiauto beschädigt wurde.

Wie die Polizei mitteilte, brachen die vier Maskierten in der Nacht zum Montag gegen 0.15 Uhr eine Seitentür des Geschäftes auf. Aus einem Tresor stahlen sie Geld und mehrere hundert teure Armbanduhren.

Passanten alarmierten die Polizei, die die Täter bis zu einer Baustelle verfolgte. Die Täter rammten mit ihrem Fluchtwagen beim Zurücksetzen das Polizeiauto und entkamen. Verletzt wurde niemand. Dies war der dritte Einbruch am Kurfürstendamm in diesem Jahr.

An Berlins wichtigster Einkaufsmeile, dem Kudamm und seiner Verlängerung, der Tauentzienstraße, liegen zahlreiche teure Juweliergeschäfte und große Kaufhäuser mit Luxusabteilungen. Nicht nur Touristen und viele Berliner werden angezogen. Auch Kriminelle schlagen seit vielen Jahren regelmäßig dort zu.

Die größeren Fälle der vergangenen Jahre:

28. Mai 2016: Drei maskierte Männer brechen am Kudamm mit einem Auto und einem Rammbock ein Geschäft für Luxusuhren auf. Sie stehlen Uhren im Wert von einigen hunderttausend Euro und fliehen nach wenigen Minuten.

29. März 2016: Mehrere Männer versuchen, einen Geldtransporter neben dem Luxuskaufhaus KaDeWe zu überfallen, sie scheitern aber. Zwei Täter springen am Abend in den Laderaum des haltenden Transporters, wo ein Wachmann eine Geldkassette einlädt. Der zweite Wachmann am Steuer des Wagens gibt Gas, so dass die Kriminellen aus der geöffneten Ladetür stürzen. Die Täter fliehen.

20. Dezember 2014: Mehrere maskierte Männer stürmen mitten im Weihnachtstrubel in die Uhren- und Schmuckabteilung des KaDeWe. Mit Hämmern zertrümmern sie Vitrinen und erbeuten Ware im Wert von rund 800 000 Euro. Der mutmaßliche Anführer der Bande wird im Mai 2016 zu knapp sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Andere Bandenmitglieder warten noch auf ihren Prozess. Die Beute ist verschwunden.

20. September 2014: Drei maskierte Männer überfallen am Samstagnachmittag einen Geldtransporter vor dem Apple-Laden am Kudamm. Sie bedrohen einen Geldboten, der aus dem Laden kommt, nehmen ihm die Geldkassette ab und fliehen in einem Auto, in dem ein Komplize wartete.

10. September 2014: Zwei Männer überfallen tagsüber ein Juweliergeschäft am Kurfürstendamm. Sie versprühen Reizgas, bedrohen Kunden mit einer Pistole, schlagen mehrere Vitrinen ein und stehlen teuren Schmuck.

10. August 2014: Zwei maskierte Männer werfen ein Schaufenster des KaDeWe ein und erbeuten Uhren im Wert von mehreren zehntausend Euro aus der Auslage.

10. Februar 2014: Einbrecher steigen in den Tresorraum einer Bank in der Tauentzienstraße ein, brechen einen Tresor auf und erbeuten eine höhere Summe.

30. Dezember 2013: Drei bewaffnete und maskierte Räuber überfallen auf der Einkaufsmeile Tauentzienstraße vor dem Kaufhaus Peek&Cloppenburg einen Geldtransporter und erbeuten eine sechsstellige Summe. Ihr mutmaßliches Fluchtauto wird später brennend in der Nähe gefunden.

23. Dezember 2013: Mehrere Männer rasen mit einem Auto in das Apple-Geschäft und erbeuten Smartphones, Laptops, Tablet-Computer und andere Geräte. Im Januar fassen Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei sieben Verdächtige, die auch mehrere weitere dieser „Blitz-Einbrüche“ verübt haben sollen.