Luxus-Kaufhaus

Meisterdiebin aus London schlägt im KaDeWe zu

Eine 22-Jährige kaufte mit gefälschten Kreditkarten im KaDeWe ein - und wurde am Flughafen gestellt.

"KaDeWe" steht am 11.05.2016 in Berlin auf dem Dach des Kaufhauses. Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) erhält in den kommenden Jahren eine Generalsanierung. Derzeit rüsten Arbeiter das Erdgeschoß von außen ein. Foto: Paul Zinken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

"KaDeWe" steht am 11.05.2016 in Berlin auf dem Dach des Kaufhauses. Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) erhält in den kommenden Jahren eine Generalsanierung. Derzeit rüsten Arbeiter das Erdgeschoß von außen ein. Foto: Paul Zinken/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Meldung der Bundespolizei war sachlich: Die Bundespolizei nahm am Dienstagabend zwei Frauen am Flughafen Berlin-Schönefeld fest. Die beiden befanden sich auf einem Shopping-Trip mit gefälschten Kreditkarten. Doch wer hinter den beiden Frauen in der Meldung vom 11. Mai steckt, kommt jetzt erst heraus. Bei einer von ihnen soll es sich um Aamna A. handeln, die in England den fragwürdigen Ruf einer auf Luxusartikel spezialisierten Meisterdiebin hat. Sie gehörte einer Bande an, die sich auf das Einkaufen von ebenso luxuriösen wie teuren Handtaschen und Schuhen mittels gefälschter Kreditkarten in Londoner Einkaufszentren spezialisiert hatte. 2013 wurde sie dafür verurteilt. Nun wurde die 22-Jährige wieder erwischt – im Berliner KaDeWe.

Es ging um teure Taschen und hochwertige Kosmetik

Silke Becker, Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft, konnte zwar zur Vorgeschichte nichts sagen, bestätigte aber, dass zwei 22-Jährige in U-Haft sitzen. „Ihnen wird vorgeworfen, am 10. Mai im KaDeWe sowie in einer gegenüberliegenden Parfümerie am Tauentzien hochwertige Luxusartikel mit gefälschten Kreditkarten bezahlt zu haben“, sagte die Sprecherin der Berliner Morgenpost. Es sei um Taschen von Louis Vuitton und hochwertige Kosmetik von Yves Saint Laurent gegangen. Wie hoch der Schaden gewesen sei, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Der Coup war aufgeflogen, weil die Sicherheitssysteme gegriffen hatten. Die Zahlung wurde verweigert. Sofort alarmierte das Kreditkartenunternehmen die Berliner Polizei und erstattete eine Anzeige. Die Berliner Ermittler sicherten daraufhin Bildaufnahmen aus den Überwachungskameras des Kaufhauses und lösten gleichzeitig eine Fahndung aus. In diese war auch die Bundespolizei am Flughafen Schönefeld eingebunden. Als die beiden Frauen ein Flugzeug nach London besteigen wollten, wurden sie von Bundespolizisten festgenommen.