Berlin-Mitte

Antänzer an der Friedrichstraße nach Verfolgung gestellt

Die beiden Männer versuchten, einem 34-Jährigen die Uhr vom Arm zu reißen. Nach kurzer Flucht konnten sie festgenommen werden.

Die Polizei konnte am Donnerstag zwei mutmaßliche Antänzer festnehmen. Einer der beiden Männer erhielt einen Haftbefehl

Die Polizei konnte am Donnerstag zwei mutmaßliche Antänzer festnehmen. Einer der beiden Männer erhielt einen Haftbefehl

Foto: Patrick Pleul / dpa

Ein mutmaßlicher Antänzer hat am Freitag nach einem Raub in Berlin-Mitte einen Haftbefehl erhalten.

Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, hatten bereits am Donnerstag zwei Männer kurz vor 13 Uhr in der Friedrichstraße einen Passanten angesprochen und ihn nach einem Feuerzeug gefragt.

Der 34-Jährige überreichte das Feuerzeug und wurde dabei sofort von einem der beiden am Arm gepackt, an dem er seine Uhr trug. Während der Begleiter versuchte ihn abzulenken, indem er auf seine Schuhe zeigte und um ihn herumtanzte, öffnete der Komplize den Verschluss der Uhr.

Opfer verfolgt Antänzer

Als der Passant das bemerkte, versuchte er seinen Arm wegzureißen. Dem Dieb gelang es, die Uhr vom Handgelenk zu reißen. Dabei verletzte er den Passanten leicht am Arm. Anschließend flüchtete das Duo gefolgt von dem Beraubten in Richtung Behrenstraße.

Auf der Flucht wurde die Armbanduhr an der Behren- Ecke Glinkastraße auf den Gehweg gelegt, so dass der Verfolger die Uhr wieder an sich nehmen konnte. Die Verfolgung bemerkten zwei Beamte des BKA und unterstützen das Opfer bei der weiteren Verfolgung. Auch Polizisten einer Einsatzhundertschaft nahmen die Verfolgung auf.

Ein Verdächtiger wurde von den Kräften des BKA an der Glinka- Ecke Behrenstraße vorläufig festgenommen. Zeitgleich gelang es den Hundertschaftsbeamten, den Mittäter auf dem U-Bahnhof Französische Straße festzunehmen.

25-Jähriger versuchte sich zu strangulieren

Die Polizisten brachten die Festgenommenen, 25 und 34 Jahre alt, auf ein Polizeifahrzeug, wo der Jüngere einen Krampfanfall bekam. Bis zum Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte, die ihn später in ein Krankenhaus fuhren, leisteten die Beamten Erste Hilfe.

Später in der Klinik versuchte sich der 25-Jährige zu strangulieren. Dies konnte durch das schnelle Einschreiten eines Wachpostens verhindert werden.

Am Freitag wurde der 25-Jährige aus dem Krankenhaus zur Gefangenensammelstelle gebracht. Nach Gewährung rechtlichen Gehörs wurden die mutmaßlichen Räuber einem Richter vorgeführt. Während der Jüngere einen Haftbefehl erhielt, wurde der Ältere entlassen.