Charlottenburg

Hummer in Brand - mehr als 90 Autobrandstiftungen in Berlin

Als die Feuerwehr eintraf, war es zu spät: Ein Hummer war in Charlottenburg in Brand geraten, ein weiterer Wagen brannte mit aus.

Anfang März wurden in einer Nacht in Friedrichshain mindestens drei Fahrzeuge in Brand gesetzt, einer davon an der Krossener Straße

Anfang März wurden in einer Nacht in Friedrichshain mindestens drei Fahrzeuge in Brand gesetzt, einer davon an der Krossener Straße

Foto: Christian Mang

In Charlottenburg sind in der Nacht zwei Autos ausgebrannt. Zeugen riefen kurz vor 0 Uhr Feuerwehr und Polizei zu einem Parkplatz am Saatwinkler Damm, nachdem sie an einem dort geparkten Hummer Flammen entdeckt hatten. Wenig später stand das Fahrzeug komplett in Flammen und das Feuer griff auch auf einen davor parkenden Hyundai über.

Noch vor Eintreffen der Feuerwehr brannten beide Autos vollständig aus. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Ein Brandkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.

In Tempelhof brannte zudem Donnerstagfrüh ein Motorroller vollständig aus. Zeugen alarmierten gegen 4.10 Uhr die Feuerwehr, nachdem sie den Brand an dem vor einem Wohnhaus am Loewenhardtdamm stehenden Roller erblickt hatten. Die Feuerwehr löschte den Brand. Derzeit wird von einer vorsätzlichen Brandstiftung ausgegangen. Die Ermittlungen dauern an

Vergangenes Jahr war ein Tiefstand erreicht

Bis Anfang Mai war die Zahl der Brandanschläge auf Autos in Berlin bereits auf 91 Fälle gestiegen. Das teilte die Berliner Polizei mit. Davon seien 20 vermutlich politisch motiviert gewesen, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf.

Im vergangenen Jahr waren die Brandanschläge mit 179 Fällen auf einen Tiefstand der vergangenen zehn Jahre zurückgegangen.

Vermutet werden die Täter oftmals in der linksextremen Szene. Seit Anfang des Jahres seien sechs Bekennerschreiben bekannt geworden. Darin wird nach Polizeiangaben beispielsweise zu Aktionen gegen „staatliche Repression“ aufgerufen.