Brandenburg

Schiffs-Crew rammt Brücke und flieht

Die polnische Besatzung eines Schubverbandes sollte im nächsten Hafen auf die Polizei warten, doch das interessierte sie wenig.

Gegen die Crew des polnischen Schiffes, das am Sonntag auf der Havel-Oder-Wasserstraße eine Brücke bei Hohen Neuendorf (Oberhavel) in Brandenburg gerammt hat, wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr und verschiedener Ordnungswidrigkeiten ermittelt. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei dem Crash war das Führerhaus abgerissen worden. Die drei Männer waren dann mit ihrem Schiff in den Hafen von Hennigsdorf geflüchtet.

Dort sollte der Schubverband von der zuständigen Behörde untersucht werden. Doch das interessierte die Besatzung wenig: Sie legte einfach ab. An der nächsten Schleuse war dann Schluss. Die Wasserschutzpolizei untersagte die Weiterfahrt.

Zwei der drei Besatzungsmitglieder waren nach Angaben der Polizei betrunken. Dabei gilt auf dem Wasser für alle die Null-Promille-Grenze. Außerdem sprach an Bord niemand deutsch. Dies ist im Berufsbinnenschiffverkehr unter anderem wegen des Funkverkehrs vorgeschrieben. Auch das Logbuch war nicht korrekt geführt worden. Angaben zur Höhe des Schadens machte die Polizei nicht.

( dpa/sei )