Festnahme nach Fahndung

Überfall: Polizei reagiert zunächst nicht auf Opfer-Anruf

Eine Frau flieht vor einem Räuber und alarmiert die Polizei. Doch diese rückt nicht sofort zum Einsatz aus. Nun wird intern ermittelt.

Eine Frau, die in Ihrer Wohnung in Köpenick von einem Räuber überfallen und mit einem Messer attackiert wurde, rief die Polizei um Hilfe. Doch erst als ein Nachbar einen zweiten Anruf bei der Polizei tätigt, rückt diese zum Tatort aus.

Der Vorfall in einem Wohnhaus an der Alfred-Randt-Straße. Nach ersten Ermittlungen soll ein maskierter Mann an der Wohnungstür einer 49 Jahre alten Frau geklingelt haben. Als die Bewohnerin aufmachte, soll sich der Täter in die Wohnung gedrängt haben. Offensichtlich habe der Maskierte nach Geld gesucht.

Anschließend ging der Räuber auf die 49-Jährige los und attackierte sie mit einem Messer. Die Frau wehrte den Angriff ab. Dabei erlitt sie eine Schnittverletzung an der Hand. Es gelang dem Opfer in den Hausflur zu flüchten. Von einem Handy, das sie bei sich hatte, rief die 49-Jährige die Polizei.

Als der Täter das bemerkte, folgte er der Frau auf den Flur. Dort entriss er ihr das Telefon während des Gespräches. Anschließend floh der Täter unter Drohungen mit dem Handy aus dem Haus.

Ein zweiter Anruf eines Nachbarn führte die Polizeibeamten und die Rettungssanitäter der Berliner Feuerwehr letztlich wenige Minuten später zum Tatort. Warum die Beamten erst nach dem zweiten Anruf zum Einsatz ausrückten, soll in einer internen Prüfung geklärt werden.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten kurze Zeit später zu einem 26 Jahre alten Tatverdächtigen. Noch am selben Abend haben die Beamten den Mann in seiner Wohnung in Neu-Hohenschönhausen festgenommen. Der 26-Jährige soll noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Weitere Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat, führt ein Raubkommissariat.