Babyleiche

Totes Baby in Lichtenberg - DNA-Tests in Flüchtlingsheim

Mehrere Hundert Frauen haben am Donnerstag laut einem Bericht in der Flüchtlingsunterkunft Ruschestraße Speichelproben abgegeben.

Im Fall des in einem Müllsack tot aufgefunden Babys in Berlin-Lichtenberg hat die Polizei am Donnerstag DNA-Tests in der Flüchtlingsunterkunft an der Ruschestraße durchgeführt. Das berichtet der rbb.

Laut Bericht gaben am Vormittag Hunderte Frauen Speichelproben ab. Die Unterkunft liegt nur wenige Hundert Meter vom Fundort der Babyleiche. Der Sender zitiert eine Polizeisprecherin: „Der Test erfolgt auf freiwilliger Basis. Rechtsgrundlage ist ein richterlicher Beschluss.“ Die Frauen verhielten sich demnach bislang sehr kooperativ.

Die Ermittler nehmen an, dass das Baby umgebracht wurde. Die Obduktion hatte ergeben, dass das Baby lebend zur Welt kam, aber nicht fachgerecht entbunden wurde.

Das Baby war am 8. März von einem Spaziergänger gefunden worden. Laut Polizei war das Mädchen in zwei Handtücher eingewickelt und in einer blauen Mülltüte verpackt in einer Grünanlage in Lichtenberg abgelegt worden. Der Ablagezeitpunkt war nach Morgenpost-Informationen zwischen dem 6. und 8. März.