Mitte

Rassistische Beleidigungen - Passanten helfen bei Festnahme

Am Alexanderplatz wehrten sich zwei Männer gegen ihre Festnahme wegen rassistischer Beleidigungen. Passanten halfen der Polizei.

Nach rassistischen Beleidigungen haben Passanten Polizisten bei der Festnahme der Täter geholfen, die sich erheblich gegen die Beamten gewehrt hatten. Die Tat hat sich am späten Sonnabendabend gegen 23 Uhr am S-Bahnhof Alexanderplatz ereignet. Wie eine Sprecherin der Polizei am Sonntag mitteilte, hatte sich ein 21-Jähriger mit seinem gleichaltrigen Bekannten am S-Bahnhof aufgehalten. Er gab an, er sei von einem Duo in der Bahnhofsvorhalle rassistisch beleidigt worden. Der Beschimpfte verließ daraufhin mit seinem Begleiter die Halle, wobei ihm die Tatverdächtigen kurz folgten, dann aber wieder zurück in den Bahnhof gingen.

Der 21-Jährige sprach kurz darauf zwei Polizeibeamte in der Nähe an und ging mit ihnen gemeinsam zum Tatort zurück. Dort nahmen die Polizisten die mutmaßlichen Pöbler im Alter von 26 und 34 Jahren vorläufig fest. „Beide wurden sofort aggressiv und griffen die Beamten an, sodass beide zu Boden gebracht wurden“, teilte die Polizei weiter mit. Die Festgenommenen wehrten sich demnach weiter gegen die Maßnahmen, woraufhin Passanten die Beamten bei der Festnahme unterstützten. Nachdem den beiden Männern die Handfesseln angelegt worden waren, wurden sie zum Polizeifahrzeug gebracht. Bei der Durchsuchung der Festgenommenen entdeckten die Beamten verbotene Knallkörper, die beschlagnahmt wurden. Nach Blutentnahmen und erkennungsdienstlichen Behandlungen wurden die Festgenommenen entlassen.

Ebenfalls rassistisch gehetzt haben zwei unbekannt gebliebene Männer in einem Bus der Linie M29. Zeugen berichteten der Polizei, die Männer hätten während der Fahrt vom Bahnhof Zoo Richtung ICC am Sonnabend gegen 19 Uhr Bier getrunken, geraucht und lautstark gerülpst. Ein 20-jähriger Fahrgast forderte sie auf, das zu unterlassen. Die Pöbler beleidigten daraufhin den Mann und seine 23 Jahre alte Begleiterin mit fremdenfeindlichen und volksverhetzenden Äußerungen. Bevor die vom Busfahrer gerufene Polizei eintraf, flüchteten die Täter den Hitlergruß zeigend in der Kantstraße aus dem Bus.