Pyrotechnik im Keller

Mann hortet eine Tonne Böller, Raketen und Schussbatterien

Ein Nachbar spricht von einem „Bild der Verwüstung“, das der Mann mit Böllern angerichtet habe. Dabei hatte der noch viel mehr Material.

Kistenweise holten Polizisten die Pyrotechnik aus dem Keller des Mannes

Kistenweise holten Polizisten die Pyrotechnik aus dem Keller des Mannes

Rund eine Tonne Pyrotechnik hat ein Hellersdorfer am Neujahrstag in seinem Kellerverschlag gehortet. Bereits in der Silvesternacht hatten sich Anwohner der Suhler Straße über den Mann beschwert. „Bereits um 20 Uhr ging die Knallerei los. Sieben Stunden lang hat er ununterbrochen weitergemacht - ein Bild der Verwüstung. Wer bezahlt das nun?“, sagte ein Nachbar der Berliner Morgenpost. Rund ein Drittel der Knaller, Batterien und Raketen seien verschossen worden, der größere Rest sei verpackt im Keller gefunden worden, hieß es.

Die Polizei rückte mit drei Mannschaftswagen und einem Lkw an. Die Beamten ermitteln nun gegen den Mann, der bisher nicht anzutreffen war. Die Pyrotechnik wurde sichergestellt und werde derzeit abtransportiert, so ein Polizeisprecher. Darunter waren sowohl deutsche als auch illegale Böller aus Polen und Russland.

Im Haus zitterten die Fensterscheiben durch die Detonationen

Der Hellersdorfer, der die legale und illegale Böller in zwei Kellerräumen lagerte, ist 25 Jahre alt. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts ermittelt, gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben.

Zeugen berichteten der Polizei, dass während der siebenstündigen Böllerorgie die Fensterscheiben im Haus immer wieder von den heftigen Detonationen gezittert hätten. "Vermutlich wegen der gefährlichen Sprengwirkung, die von illegalen Böllern ausgehen", so ein Polizeisprecher.

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