Kita-Ausflug

Polizei stoppt mangelhaften Reisebus zum Weihnachtsmann

Eine Kita wollte einen Ausflug machen. Doch der Reisebus erwies sich als so mangelhaft, dass Erzieher und Eltern die Polizei riefen.

Die Abfahrt zum Weihnachtsmann verzögerte sich deutlich: Eine Berliner Kita wollte am Dienstagmorgen einen Ausflug nach Himmelpfort machen und dort den „Weihnachtsmann“ besuchen. Der Reisebus, der die Kinder und Begleitpersonen an der Eddastraße in Französisch Buchholz abholen sollte, erwies sich aber offenbar als so sichtlich mängelbehaftet, dass Erzieher und Eltern sich weigerten, mit diesem die Fahrt anzutreten. Stattdessen riefen sie die Polizei.

Die Polizisten des Verkehrsdienstes stellten erhebliche Mängel unter anderem am Fahrwerk und der Beleuchtung fest und untersagten einen weiteren Betrieb.

Bei ihren Ermittlungen stellten die Polizisten weiter fest, dass dasselbe Unternehmen mit dem Bus bereits im März bei einer Kontrolle mit mehreren technischen Mängeln und Verstößen gegen die Arbeitszeitregeln aufgefallen war. Die technischen Beanstandungen waren zum Teil noch ausgeprägter als damals. Nach Angaben der zuständigen Zulassungsbehörde in Brandenburg war dem Reiseunternehmen sogar wegen erwiesener Unzuverlässigkeit die gewerbliche Personenbeförderung untersagt worden.

Die Verkehrspolizisten zogen nach diesen Erkenntnissen das Fahrzeug aus dem Verkehr. Gleichzeitig forderten sie ein technisches Gutachten an. Den 57-jährigen Fahrer und den 44 Jahre alten Halter erwarten nun dreistellige Bußgelder und Punkte in Flensburg.

Mit zwei Stunden Verspätung und mit Hilfe eines Ersatzunternehmens starteten die Kinder schließlich sicher zu ihrem Weihnachtsmann-Besuch.

Schulen und Kitas können bei bevorstehenden Reisen mit einem Busunternehmen den Service des Zentralen Verkehrsdienstes unter dem Link http://www.berlin.de/polizei/service/buskontrollen in Anspruch nehmen.