Polizeieinsatz

„Antifa“-Aktivisten besetzen Alte Post in Neukölln

Polizeieinsatz an der Alten Post in Neukölln: Mehrere "Antifa"-Aktivisten hatten das Gebäude gestürmt und Flaggen gehisst.

Am Gebäude versammelten sich Unterstützer

Am Gebäude versammelten sich Unterstützer

Foto: Thomas Schröder

Mehrere „Antifa“-Aktivisten haben das Gebäude der „Alten Post“ in Berlin-Neukölln besetzt. Am Mittwochnachmittag drangen sie in das Gebäude vor und hissten auf dem Balkon über dem Eingangsportal mehrere „Antifa“-Fahnen. Die Vermummten postierten sich ebenfalls auf dem Balkon.

Sie entrollten außerdem ein Banner mit der Aufschrift "Soziale Zentren".

Fünf Aktivisten in Malerkleidung hielten sich nach Polizeiangaben in dem Gebäude auf. Die Personen wollen auf die Missstände der Flüchtlingspolitik hinweisen, hieß es weiter. Vor dem Gebäude an der Anzengruberstraße versammelten sich Unterstützer.

Am Abend wies die Polizei hat die fünf Besetzer, drei Männer und zwei Frauen, aus dem besetzten Haus. Zuvor hatte der Eigentümer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Die Aktivisten hatten sich kurz nach 16 Uhr gewaltsam Zutritt verschafft, indem sie einen Riegel aufbrachen.

Die Aktivisten haben sich als Mitglieder der Initiative "Social Center 4 All" zu erkennen gegeben. In einer Mitteilung heißt es: "Wir knüpfen damit an einen Besetzungsversuch Mitte Oktober in der Englischen Straße 20 an, bei dem ein Sozialcenter gefordert wurde. Wir wollen damit zum einen eine politische Antwort auf die prekäre Situation, in der sich viele Geflüchtete in Berlin befinden, geben. Die Stadt schafft es seit Monaten nicht, den Menschen, die den lebensgefährlichen Weg in die "Festung Europa" auf sich genommen haben, auch nur minimale Versorgung zu garantieren."

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