Berlin-Kreuzberg

Raubmord in Spielkasino - Mitarbeiter wurde erstickt

In Kreuzberg ist der Angestellte eines Spielkasinos bei einem Raubüberfall getötet worden. Jetzt liegt das Obduktionsergebnis vor.

Die Polizei hat das Kasino an der Schönleinstraße abgesperrt

Die Polizei hat das Kasino an der Schönleinstraße abgesperrt

Foto: Abix

Ein 49 Jahre alter Angestellter einer Automaten-Spielhalle ist in Berlin-Kreuzberg erstickt worden. Dies ergab die Obduktion, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Mann war am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr von seinem Chef tot in der Spielhalle an der Schönleinstraße entdeckt worden. Möglicherweise handelte es sich um einen Raubmord, denn alle Spielautomaten waren aufgebrochen. Die Ermittlungen einer Mordkommission des Landeskriminalamtes der Polizei dauern an.

Mit rot-weißem Flatterband wurden Fahrbahn und Bürgersteig der Schönleinstraße zwischen Bopp- und Urbanstraße abgesperrt. Polizisten in Uniform und Kriminaltechniker in weißen Schutzanzügen bestimmten dort das Bild am Dienstagmorgen. Passanten mussten eine großen Bogen um ein Automatenkasino laufen. Auch Spürhunde der Polizei waren im Einsatz. Sie sollten mögliche Spuren wittern, die zu einem Tatverdächtigen führen könnten.

Mordkommission ermittelt

Zunächst war noch unklar, ob möglicherweise Spuren des oder der Täter zum Hohenstaufenplatz führen. Die Grünanlage befindet sich nördlich des Tatortes. Begrenzt wird sie von der Schönlein-, der Bopp- und der Lachmannstraße. Die westliche Grenze dieser Grünanlage bildet der stark frequentierte Kottbusser Damm.

Zur möglichen Tatzeit konnten am Dienstag von den Ermittlern noch keine genaueren Aussagen gemacht werden. Das Spielkasino ist täglich von 11 Uhr am Vormittag bis 3 Uhr in der nach geöffnet. Acht Stunden bleibt das Kasino geschlossen. Die Befragung von Zeugen und vom Betreiber könnten den Zeitraum in dem der 49 Jahre alte Angestellte ums Leben gekommen war eingrenzen. Steht der Tatzeitpunkt fest, klärt sich auch die Frage, ob der oder die Täter noch während der Öffnungszeiten in die Spielhalle gekommen waren oder ob sie möglicherweise in das bereits geschlossene Geschäft eingebrochen waren und dann von dem Mitarbeiter überrascht wurden. Die 5. Mordkommission hat die Ermittlungen zu diesem Raubmord übernommen.

Bewaffneter Überfall auf Videothek in Charlottenburg

Unverletzt überstand ein Mitarbeiter einer Videothek in Charlottenburg einen bewaffneten Raubüberfall. Ein maskierter und bewaffneter Mann hatte den 22-jährigen Angestellten der Videothek an der Bismarckstraße mit einer Schusswaffe bedroht und die Tageseinnahmen gefordert. Der Räuber flüchtete mit einer unbekannten Summe Bargeld.

Mit einer Vielzahl von neu eröffneten Spielhallen bis zum Jahr 2010 stieg auch die Zahl der Raubüberfälle auf Automatenkasinos stark an. Seit 2013 gehen die Fallzahlen aber wieder zurück. Das geht aus der Kriminalstatistik für das Jahr 2014 hervor. Wurden vor zehn Jahren nur zwölf Überfälle auf Spielhallen registriert, waren es 2010 bereits 114 Überfälle. Der Höhepunkt wurde 2012 mit 134 Überfällen erreicht. 2013 wurden 107 Raubüberfälle auf Spielhallen erfasst, im vergangenen Jahr waren es 88 Fälle. Das sind 19 Überfälle weniger als 2013 und bedeutet einen Rückgang von 17,8 Prozent. Laut der Kriminalstatistik haben die Täter bei 16 Überfällen mit einer Schusswaffe gedroht, einmal haben sie bei einem Überfall auch geschossen. 86,4 Prozent aller Überfälle wurden auch vollendet.