Brandenburg

Zwei Lkw umgekippt - A24 in Richtung Hamburg gesperrt

Schwerer Unfall auf der A24. Zwei Lastwagen stürzten am frühen Morgen um. Die Autobahn war bis zum Mittag teilweise gesperrt.

Ein Lastwagen liegt nach einem Unfall auf der Autobahn A24 zwischen Kremmen und Fehrbellin (Brandenburg) neben der Fahrbahn. Zwei Lkw waren umgekippt und blockierten die Fahrbahn

Ein Lastwagen liegt nach einem Unfall auf der Autobahn A24 zwischen Kremmen und Fehrbellin (Brandenburg) neben der Fahrbahn. Zwei Lkw waren umgekippt und blockierten die Fahrbahn

Foto: dpa

Viel Geduld mussten Autofahrer in der Nacht zu Montag und den darauffolgenden zwölf Stunden auf der Autobahn zwischen Berlin und Hamburg aufbringen. Wegen eines Unfalls war die A24 in Fahrtrichtung Hamburg zwischen Kremmen und Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) teilweise komplett gesperrt.

Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, war in der Nacht gegen 1.20 Uhr ein Lkw mit Anhänger auf einen vor ihm fahrenden Lkw, ebenfalls mit Anhänger, nahe Linumer Bruch aufgefahren. Der auffahrende Lkw war durch den Unfall nicht mehr fahrbereit und stand quer zur Fahrbahn. Der 29-jährige Fahrer aus Polen hatte sich die Schulter gebrochen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Aufprall löste sich der Anhänger von der Zugmaschine des vorne fahrenden Lkw und stürzte eine Böschung hinab. Der 56 Jahre alte Berufskraftfahrer aus Polen blieb unverletzt. „Es verdichten sich alle Hinweise, dass der 29-Jährige in einen Sekundenschlaf gefallen war“, sagte eine Polizeisprecherin. Genaueres werde man nach Abschluss der Ermittlungen wissen.

Nach dem Auffahrunfall war die A24 in Richtung Hamburg für die Unfallaufnahme voll gesperrt. Anschließend wurde der Verkehr für mehrere Stunden einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Ab 6 Uhr wurde die Strecke dann erneut komplett gesperrt. Wie die Polizei mitteilte, musste die Lebensmittelladung aus einem Lkw geborgen werden. Zudem wurde der Platz zur Bergung der Anhänger und der kaputten Zugmaschine benötigt. Erst ab dem späten Vormittag, ab ungefähr 11 Uhr, stand wieder der linke Fahrstreifen zur Verfügung.

Der Verkehr staute sich während dieser Zeit bis weit hinter das Dreieck Havelland auf der A10 auf dem nördlichen und dem westlichen Berliner Ring. Auf dem nördlichen Berliner Ring kam es zwischen Dreieck Havelland und Oberkrämer in Fahrtrichtung Unfallstelle zu einem weiteren Lkw-Unfall im Stau. Dort wurde der rechte Fahrstreifen wegen Bergungsarbeiten gesperrt.

Am Wochenende wurden in Brandenburg bei Verkehrsunfällen 61 Menschen verletzt. Von Freitag bis Sonntag kam es zu 521 Unfällen. Nach Angaben der Polizei spielte der erste Schnee des Winters dabei keine Rolle. Auch in der Nacht zu Montag habe es keine Unfälle gegeben, die auf glatte Straßen zurückzuführen waren, hieß es.