Kriminalität

Schüsse und Schlägerei - Zwei Schwerverletzte in Neukölln

Schüsse auf offener Straße und eine Schlägerei, die mit einer Notoperation endete: Brutale Ereignisse in der Nacht in Neukölln.

Zwei Schwerverletzte mussten in der Nacht in Neukölln operiert werden

Zwei Schwerverletzte mussten in der Nacht in Neukölln operiert werden

Foto: Carsten Rehder / dpa

Völlig mysteriös sind die Hintergründe für einen Mordanschlag auf einen Mann in Gropiusstadt. Der 42-Jährige wurde am Dienstagabend von einem Unbekannten auf der Straße niedergeschossen. Das Verbrechen geschah fast zeitgleich mit einer Gewalttat in Neukölln, bei der ein 31 Jahre alter Mann durch einen Messerstich schwer verletzt worden ist. In beiden Fällen entkamen die Täter. Einen Zusammenhang zwischen den Gewaltverbrechen sieht die Polizei allerdings nicht.

Gegen 20.10 Uhr am Dienstagabend hörten Anwohner der Severingstraße in Gropiusstadt mehrere Schüsse. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte ein Unbekannter mit einer Waffe gefeuert. Die Schüsse galten einem 42-Jährigen, der sich auf der Straße aufgehalten hatte. Der Mann wurde von mindestens einer Kugel in ein Bein getroffen und brach am Tatort zusammen, der sich in der Nähe der Gropius Passagen befand.

Der Täter ergriff sofort die Flucht. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei ist er zwischen angrenzenden Wohnhäusern hindurch gelaufen. Dann verliert sich seine Spur sehr schnell. Der Schütze ist unerkannt entkommen. Ob er in der Nähe ein Fahrzeug hatte, ist noch unbekannt. Die von Anwohnern alarmierten Rettungskräfte und Polizisten fanden den angeschossenen 42-Jährigen stark blutend auf dem Gehsteig. Nach einer Erstversorgung am Tatort ist der Mann mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort wurde die Schussverletzung sofort operiert. Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Polizei nicht.

Aufgrund der Nachwirkungen der Operation und der Narkose war zunächst keine ausführliche Befragung des Opfers möglich. Bei der Suche nach dem Schützen und nach dessen Motiv tappen die Ermittler bisher noch im Dunklen.

Ebenfalls gegen 20.10 Uhr hatte in Neukölln ein Unbekannter aus einer Gruppe heraus in der Schudomastraße die Scheibe eines Lokals eingeworfen. Daraufhin rannten mehrere Personen aus der Kneipe nach draußen, darunter war auch ein 31-Jähriger. Es kam zu einer Schlägerei zwischen den Gruppen, während der der Mann plötzlich blutüberströmt zusammenbrach. Er hatte eine Stichverletzung im Oberkörper sowie Knochenbrüche im Gesicht erlitten.

Der Mann wurde in einem Krankenhaus notoperiert, soll aber nicht in Lebensgefahr sein. Die Täter entkamen, die Hintergründe für die Auseinandersetzung sind unklar.