Berlin

Reizgasattacke an Schule in Neukölln mit 14 Verletzten

An einer Schule in Neukölln ist Reizgas versprüht worden. Mehrere Schüler und eine Lehrerin wurden verletzt und mussten in die Klinik.

Zahlreiche Verletzte, erhebliche Aufregung und einen Großeinsatz der Feuerwehr hat am Dienstag der Einsatz von Pfefferspray in einer Neuköllner Schule ausgelöst. In einem Treppenhaus der Katholischen Schule St. Marien an der Donaustraße war nach Polizeiangaben am frühen Nachmittag das Reizgas freigesetzt worden. Ob der oder die Täter jemand direkt angreifen wollten oder es sich um einen „Dummejungenstreich“ handelte, müssen jetzt die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung durch die Polizei klären.

Um 13.05 Uhr war die Feuerwehr unter dem Stichwort „Massenanfall“ von Verletzten alarmiert worden, weil eine zunächst unbekannte Anzahl von Schülern plötzlich über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt hatte. Insgesamt neun Rettungswagen trafen vor dem Schulgebäude ein, um die Betroffenen medizinisch zu versorgen. Von den Verursachern gibt es bislang keine Spur. Laut Polizei wurden von den Besatzungen eintreffender Funkstreifenwagen keine Verdächtigen mehr angetroffen.

Nach Angaben der Feuerwehr seien durch das Freisetzen des Pfeffersprays insgesamt 13 Schüler und eine Lehrerin leicht verletzt worden. „Die Betroffenen wurden nach einer ersten ambulanten Behandlung dann vorsorglich in Krankenhäuser gebracht“, sagte Feuerwehr-Sprecher Rolf Erbe der Berliner Morgenpost. Mehrere der Verletzten wurden in eine Augenklinik in Marzahn-Hellersdorf eingeliefert.